LUZERN: Raue Sitten: Jungpolitiker gifteln im Netz

Luzern Jungparteien nutzen die Plattformen im Internet rege. Gerne stellen sie dabei auch mal einem politischen Gegner ein Bein – bisweilen führt dies gar zu juristischen Konsequenzen.

Rahel Schnüriger
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Jungpolitiker gifteln auch schon mal über Social Media Tools.

Jungpolitiker gifteln auch schon mal über Social Media Tools.

«Hey, Du! Du hast keine abgeschlossene Berufsausbildung oder bist zu faul zum Arbeiten? Du machst grundsätzlich den Staat dafür verantwortlich, dass du nichts erreichst?» Dieser Flyer-Text geht noch etwas weiter, bevor es am Schluss heisst: «Dann bist du bei uns richtig!» Nebenan wirft ein junger Mann ein Buch weg. Die Aufschrift auf seinem Kapuzenpulli: Juso. Der Flyer war vor kurzem das «Bild der Woche» auf der Internetplattform «Info8», die von Anian Liebrand, Vizepräsident der Jungen SVP Schweiz, betrieben wird. «Jungfreisinnige haben das auf Facebook gepostet», erklärt Liebrand, «wir fanden das witzig und haben es aufgenommen.»

Grenzen unterschiedlich ausgelegt

Das Beispiel ist exemplarisch für verschiedene kleinere und grössere Scharmützel, die sich Jungpolitiker im Internet liefern. «Es gehört ein Stück weit dazu, dass man sich gegenseitig aufs Korn nimmt», sagt der 24-jährige Liebrand. Das Verhältnis unter den Jungpolitikern sei unverkrampft, und als Junge dürfe man auch noch etwas frecher sein als die etablierten Parteien. Ähnlich sehen dies die Präsidenten anderer Jungparteien. Die Seitenhiebe sind aber nicht immer lustig. Es ist auch schon zu Strafanzeigen gekommen, weil die Online-Aktionen den Betroffenen zu weit gingen.

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