LUZERN: Reformierte Kirchgemeinde stimmt Abspaltung zu

Die Reformierten von Horw und Meggen-Adligenswil-Udligenswil sind ihrem Ziel einen Schritt näher, sich 2017 von Luzern abzuspalten und selbständig zu werden. Das Parlament der Kirchgemeinde der Stadt Luzern hat die Austrittsgesuche genehmigt - allerdings mit Bedauern.

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Die Lukaskirche - mit Gemeindezentrum im unteren Bereich. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Die Lukaskirche - mit Gemeindezentrum im unteren Bereich. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Der Grosse Kirchenrat stimmte den Austrittsverträgen an seiner Sitzung vom Montag grossmehrheitlich zu, wie die Reformierte Kirche Luzern am Dienstag mitteilte. In einer kurzen Debatte wurden die Austritte bedauert. Finanziell werde es Einschnitte geben, hiess es. Der Akt stehe zudem im Widerspruch zu aktuellen Tendenzen von Gemeindefusionen.

Vor der definitiven Abspaltung stehen zwei weitere Abstimmungen an. Voraussichtlich am 11. September stimmen die Mitglieder der Reformierten Kirche Luzern an der Urne über die Austritte ab. Schliesslich ist auch noch die Zustimmung des Parlaments (Synode) der Kantonalkirche nötig.

Die Kirchgemeinde Luzern besteht aus zehn Teilkirchgemeinden. Diese sind im Gemeindeleben autonom, sind aber für zentrale und übergeordnete Aufgaben zusammengeschlossen. Die Stadt Luzern ist die grösste Reformierte Kirchgemeinde im Kanton Luzern.

Ab dem 1. Januar 2017 sollen die beiden Teilkirchgemeinden Horw und Meggen-Adligenswil-Udligenswil sämtliche Aufgaben wie Personal, Immobilien und strategische Ausrichtung in Eigenregie tätigen. Sie müssen noch während zehn Jahren Übergangszahlungen an die städtische Kirchgemeinde leisten. Die austretenden Teilkirchgemeinden zählen beim internen Finanzausgleich zu den Nettozahlern. (sda)