LUZERN: Regierung bringt Tiefbahnhof-Kredit vors Volk

Die Luzerner Kantonsregierung bekräftigt ihre Unterstützung für den Bau eines Tiefbahnhofs in Luzern. Das Volk soll baldmöglichst über 20 Millionen Franken für die Vorprojektierung abstimmen können.

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Die Bahnhofs-Einfahrt in Luzern. (Bild Chris Iseli/Neue LZ)

Die Bahnhofs-Einfahrt in Luzern. (Bild Chris Iseli/Neue LZ)

Das Milliardenprojekt für einen Tiefbahnhof in Luzern soll rasch aufgegleist werden. Die Regierung beantragt dazu in einem ersten Schritt einen Sonderkredit von 20 Millionen Franken. Damit soll sichergestellt werden, dass die Planung umgehend in Angriff genommen werden könne und Ergebnisse vorliegen, wenn auf Bundesebene über die Vorlage Bahn 2030 entschieden wird, teilte die Luzerner Staatskanzlei am Donnerstag mit.

Damit die Grundlagenarbeit sofort aufgenommen werden könne, beantragt der Regierungsrat weitere 500'000 Franken als Nachtragskredit zum Staatsvoranschlag 2009. Der Kantonsrat wird am 14. September in einer Sondersession über die Tiefbahnhof beraten.

Fakultative Volksabstimmung
Über den Sonderkredit soll in einer Volksabstimmung entschieden werden. Dazu wäre die Regierung zwar erst ab einer Ausgabenhöhe von 25 Millionen Franken verpflichtet. In Anbetracht der grossen Bedeutung des Projekts erachtet es die Regierung aber als sinnvoll, möglichst früh die Zustimmung des Volks einzuholen. «Mit einem klaren Ergebnis soll ein weiteres klares Signal an den Bund und an das Bundesparlament gesandt werden», heisst es in der Medienmitteilung weiter.

Das Projekt Tiefbahnhof Luzern umfasst einen doppelspurigen Tunnel ab Ebikon, der das Seebecken von Luzern unterquert und direkt in einen neuen Tiefbahnhof unter dem bestehenden Bahnhof führt. Laut ersten groben Schätzungen belaufen sich die Kosten auf deutlich mehr als 1 Milliarde Franken.

pd/bac

Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung.