LUZERN: Regierung will 50 neue Polizisten einstellen

Mehr Patrouillenpräsenz und Verkehrskontrollen: Die Regierung beantragt beim Kantonsrat eine grosse Aufstockung des Polizeikorps. Die Polizei bräuchte aber eigentlich noch mehr Personal.

Alexander von Däniken
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Vor allem die sichtbare Präsenz, hier eine Patrouille beim Luzerner Zurgilgenhaus, will die Luzerner Polizei verstärken. (Bild Luzerner Polizei)

Vor allem die sichtbare Präsenz, hier eine Patrouille beim Luzerner Zurgilgenhaus, will die Luzerner Polizei verstärken. (Bild Luzerner Polizei)

Der Luzerner Kantonsrat muss über die Aufstockung der Luzerner Polizei befinden. 50 neue Stellen stellt der Regierungsrat zur Disposition. Wie die Aufstockung etappiert wird, ist offen. Sicher ist, dass mit zusätzlichen Polizisten vorrangig die Frontarbeit verstärkt werden soll, wie Adi Achermann, Kommandant der Luzerner Polizei, erklärt: «Es ist eine höhere Präsenz in Wohngebieten vorgesehen, um die Anzahl Einbrüche reduzieren zu können. Auch ist angestrebt, der 24-Stunden-Gesellschaft mehr Rechnung zu tragen und auch in der Nacht eine höhere Präsenz zu garantieren.» Regierungsrätin Yvonne Schärli macht auf Anfrage klar: «Der Leistungsauftrag kann mit dem bestehenden Bestand nicht bewerkstelligt werden.»

Die Bedarfsrechnung der Luzerner Polizei geht indes noch deutlich weiter als der Regierungsvorschlag: 82 neue Stellen müssten es eigentlich sein.

Vize-Chef mit neuer Abteilung

Bis im Herbst findet innerhalb des Korps auch eine Umstrukturierung statt. Unter anderem wird die Geschäftsleitung von neun auf sechs Personen verkleinert, und der künftige Vize-Kommandant erhält mit den Kommando-Diensten eine eigene Abteilung.