LUZERN: Reisecars haben derzeit auffällig viele Mängel

Die Polizei stellt im Herbst mehr Mängel an Cars fest – weil einzelne Unternehmen während der Hauptsaison die Kontrollen hinauszögern.

Alexander von Däniken
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Bei Car-Kontrollen werden von der Luzerner Polizei regelmässig technische Mängel ­festgestellt, hier zwei Beispiele: Eine rostige Bremsanlage (unten links) und ein Chassis, das mit Holz und weiterem Material verstärkt wurde (unten rechts). (Archivbilder Luzerner Polizei)

Bei Car-Kontrollen werden von der Luzerner Polizei regelmässig technische Mängel ­festgestellt, hier zwei Beispiele: Eine rostige Bremsanlage (unten links) und ein Chassis, das mit Holz und weiterem Material verstärkt wurde (unten rechts). (Archivbilder Luzerner Polizei)

Kontrolliert die Polizei gezielt Reisecars, entdeckt sie mit Sicherheit solche mit technischen Mängeln. So auch vor wenigen Tagen, als die Luzerner Polizei beim Strassenverkehrszentrum in Kriens zwei von zehn kontrollierten Cars aus dem Verkehr gezogen hat. Solche Mängel sind kein Zufall, wie Franz-Xaver Zemp, Chef Fachbereich Verkehr der Luzerner Polizei, auf Anfrage erklärt: «Gerade im Herbst, wenn die Car-Reisesaison zu Ende geht, stellen wir oft technische Mängel an den Fahrzeugen fest.» Denn: «In der Hauptsaison sind viele Cars ausgelastet, entsprechend zögern einzelne Unternehmen vertiefte Kontrollen ihrer Fahrzeuge hinaus.»

Brigitte Heggli, Geschäftsleitungsmitglied des gleichnamigen Krienser Car-Unternehmens, bestätigt, dass die Cars vorzugsweise im Winter zur MFK geschickt werden. «Da das aber jährlich geschieht und wir moderne Busse haben, bedeutet das keinen Abstrich bei der Sicherheit.»