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LUZERN: Restaurant Wartegg: Neuer Versuch mit altem Namen

Nach kulinarischen Ausflügen in den asiatischen Raum setzt das neue Pächterpaar auf mediterrane Küche. Das Lokal hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich.
Sandra Monika Ziegler
Das Pächterpaar Svetlana Iavanova und Hüseyin Karakoc. (Bild: Nadia Schärli (Luzern, 2. März 2018))

Das Pächterpaar Svetlana Iavanova und Hüseyin Karakoc. (Bild: Nadia Schärli (Luzern, 2. März 2018))

Das Café Restaurant Wartegg an der Bodenhofstrasse 1 in Luzern war in den Jahren 1975 bis 1997 im Besitz der Familie Bernet und wurde als Quartierrestaurant geführt. Damals waren Schweizer Küche mit Hausmannskost und Wildspezialitäten die Visitenkarte der Gaststubenküche.

Im Lokal versuchte nach der Familie Bernet manch ein Pächter und manch ein Koch sein Glück. Zuletzt folgten nach dem chinesischen Restaurant «Shanghai 2» Vietnamesen aus Prag, danach Vietnamesen aus dem Welschland, dann kurz ein Italiener. Zuletzt versuchte es unter dem Namen «Sayuri» ein Tessiner Pächter mit japanischer Küche.

Schluss mit Aquarium und Elektro-Kirschbaum

Die jeweiligen Restaurants überlebten nicht lange – das letzte etwa acht Monate. Doch damit soll jetzt Schluss sein. Das neue Pächterpaar Svetlana Iavanova und Hüseyin Karakoc will einen klaren Neustart. Nachdem zuletzt die chinesische Einrichtung aus den Zeiten des «Shanghai 2» nie ausgewechselt wurde, sind nun eine offene Küche und eine neue Einrichtung entstanden. Selbst das grosse 13-mal 1.5 Meter grosse Salzwasser-Aquarium wurde abgebaut. Überhaupt erinnert im Restaurant nichts mehr an den üppigen China-Charme der letzten Jahre. Und der elektrifizierte japanische Kirschblütenbaum vor dem Haus ist ebenfalls verschwunden.

Die Räume sind hell und die Möblierung funktional. Kulinarisch wird auf die mediterrane Küche und auf wechselnde Schweizer Spezialitäten wie etwa Cordonbleu gesetzt. Im Fokus stehe dabei gut gelagertes Fleisch. Was eigentlich wenig erstaunt, ist doch Hüseyin gelernter Metzger. Zusammen mit dem italienischen Koch Vito Belfatto versuchen sie, den Quartierbewohnern wieder eine Heimat zu bieten. Dazu gehören Kaffee, Gipfeli und Kuchen genauso wie etwa ein Jassteppich, so Karakoc: «Wir wollen ganz klar an die Tradition eines Quartierrestaurants anknüpfen und alle ansprechen. Jung wie alt.»

Eröffnet haben sie das Restaurant am Donnerstag. Die ersten Reaktionen seien durchaus positiv gewesen. «Es kamen bereits Familien aus dem Quartier, die staunten, wie hell es hier drinnen ist.» Und dass das Lokal wieder mit Restaurant Wartegg beschriftet ist, sei sehr gut angekommen. Geschätzt werde auch der freie Blick ins Innere dank grosser Fenster. Das habe bereits während der Renovation zu spontanen Besuchen geführt. Und auch beim Quartierverein Tribschen Langensand nahm man vom «Wartegg» bereits Notiz. «Das kommt gut an. Und wenn es noch eine ‹normale› Küche hat, wird das bestimmt wieder zu einer Goldgrube», ist Quartiervereinspräsident Urs Cattani überzeugt.

Besitzer vermisste bei Ex-Pächtern teils Engagement

Das «Wartegg» bietet Mittagsmenüs unter 20 Franken und will auch einen Take-away für Schüler einrichten. Geöffnet ist das Restaurant sieben Tage die Woche. Zufrieden über den Neustart zeigt sich auch Hausbesitzer Kurt Bättig. Er hatte das Haus vor etwa fünf Jahren von einem Zunftfreund abgekauft. Die Karakocs seien auf ihn zugekommen. «Für mich stimmte das gleich zu Beginn. Sie sind sehr engagiert.» Das sei nicht bei allen früheren Pächtern der Fall gewesen. Dort habe er oft zu viel Geduld gehabt, so Bättig.

Der Pachtvertrag läuft über fünf Jahre mit der Option, um fünf Jahre zu verlängern. «Nun hoffe ich, dass wieder Ruhe ins Wartegg und Gäste aus dem Quartier einkehren.»

Sandra Monika Ziegler

sandra.ziegler@luzernerzeitung.ch

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