LUZERN: Reto Wyss steht im Gegenwind

Bildungsdirektor Reto Wyss wird für seine Informationspolitik hart angegangen. Wyss räumt ein Versäumnis ein.

Lukas Nussbaumer
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Der Luzerner Bildungsdirektor Reto Wyss. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Der Luzerner Bildungsdirektor Reto Wyss. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Bildungsdirektor Reto Wyss muss harte Kritik einstecken. Sämtliche Parteien – mit Ausnahme der CVP, der Wyss angehört – finden, er hätte den Konkurs der Edupreneurs AG am Dienstag bekannt geben müssen. Die Firma war vom Verein Studienaktie, mit dem Luzern zusammen arbeitet, beauftragt worden, Studenten und private Investoren zu beraten. Die Möglichkeit, private Darlehen zu fördern, ist eines der Kernelemente des Stipendiengesetzes, über das die Luzerner am 18. Mai abstimmen.

Abstimmung findet statt

Auf die Forderung der SP, die Abstimmung sei zu verschieben, geht Wyss nicht ein. Das Gesetz enthalte zahlreiche andere, wichtige Elemente. «Die Möglichkeit, Studenten beim Zugang zu privaten Stipendien und Darlehen zu unterstützen, ist nicht zentraler Bestandteil der Vorlage», sagt Wyss auf Anfrage.

Zu seiner Nicht-Kommunikation des Konkurses sagt Wyss: Er habe mit dem Verein Studienaktie abgemacht, dass dieser den Konkurs zeitgleich mit der Publikation im Kantonsblatt – also am Freitag – bekannt mache. «Das war im Nachhinein betrachtet ein Fehler. Der Verein hätte sofort informieren müssen.»