LUZERN: Revolutionen des Comics am Fumetto

Fumetto, das internationale Comix-Festival, zeigt in seiner 22. Ausgabe vom 16. bis am 24. März 2013 die Geburt des Alternativcomics. Im Fokus steht dabei der Amerikaner Robert Crumb, der diese Revolution der Kunstform entschieden mitgeprägt hatte.

sda
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Titelbild des Künstlers Robert Crumb. (Bild: PD)

Titelbild des Künstlers Robert Crumb. (Bild: PD)

Die Ausstellung «Robert Crumb & The Underground» zeigt einen Überblick über eine künstlerische Bewegung. In den 1960er und 1970er Jahren verantwortete eine Gruppe von Künstlern die Ablösung von der Kommerzialität hin zum Alternativcomic - dem Comix.

Crumb war einer der führenden Autoren der folgenreichsten wie kultigsten Revolution in der Geschichte des Comics: dem Underground- Comix. Im Taumel halluzinogener Drogen sprengten vornehmlich männliche junge Zeichner in den USA jegliche Tabus.

Die Ausstellung legt einen Fokus auf die Werke von Crumbs, zeigt aber auch namhafte Zeichner wie Art Spiegelman, Gilbert Shelton oder Charles Burns und bietet die Gelegenheit, auch Originale weniger prominenter Mitstreiter des Undergrounds zu entdecken.

Arabischer Frühling

Mit der Gruppenausstellung Al-Comix al-Arabi zeigt Fumetto den künstlerischen Input und Umbruch, welcher mit dem arabischen Frühling einherging und von ihm geprägt wurde. Die Ausstellung präsentiert Werke unabhängiger Comic-Künstler und legt das Beziehungsnetz innerhalb der arabischen Independent-Szene offen.

Die Autorinnen und Autorin der Ausstellung leben im Land ihrer Herkunft oder im westlichen Exil. Sie nutzen biografische Ansätze oder fiktive Erzählformen und setzen sich mit der politisch prekären Lage in ihrer Heimat auseinander.

Eine Einzelausstellung widmet Fumetto dem belgischen Künstler Olivier Schrauwen. Dieser schlägt mit seinem Stil einen Bogen vom Ursprung des Comics bis hin zu seinen heutigen offenen künstlerischen Möglichkeiten.

Insgesamt zeigt Fumetto elf Hauptausstellungen an verschiedenen Orten in der Stadt Luzern. Festivalzentrum ist die Konrschütte. Daneben finden noch 42 sogenannte Satelliten-Ausstellungen statt.

Wettbewerb zu Gerechtigkeit

Der diesjährige Wettbewerb steht unter dem Titel Gerechtigkeit. Jährlich beteiligen sich rund 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus über 30 Länder. Eine fünfköpfige Jury wird pro Kategorie drei Preise sowie einen Preis für das beste Szenario vergeben.