LUZERN: Risikogeburten: Zahlen in der Region steigen

Immer mehr schwierige Fälle – die Geburtenzahl am Kantonsspital in Luzern erreicht einen Spitzenwert.

Daniel Schriber
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Der kleine Florin kam im vergangenen November im Spital Sursee Welt. (Archivbild Pius Amrein)

Der kleine Florin kam im vergangenen November im Spital Sursee Welt. (Archivbild Pius Amrein)

Während die Geburtenzahlen an den Luzerner Kantonsspitalstandorten Sursee und Wolhusen rückläufig sind, sind sie am Hauptstandort in der Stadt Luzern auf einen Spitzenwert angestiegen: 1857 Geburten wurden 2013 gezählt, das sind 100 mehr als zwei Jahre zuvor.

Ein Grund für diesen Anstieg: die Neue Frauenklinik des Luzerner Kantonsspitals gilt als Kompetenzzentrum für Risikogruppen in der ganzen Zentralschweiz und darüber hinaus, wie Markus Hodel, Leiter Geburtszentrum am Kantonsspital auf Anfrage der «Neuen Luzerner Zeitung» sagt.

Oder anders formuliert: In Luzern werden zunehmend mehr schwierige Geburtsfälle behandelt. Hodel: «Die Tendenz für Risikogeburten ist aufgrund des höheren Alters der Mütter steigend.» Weil das Kinderspital gleich nebenan sei, sei ein hohes Mass an Sicherheit garantiert. «Langfristig werden die Geburtenzahlen an der Neuen Frauenklinik aus heutiger Sicht klar steigen», so Markus Hodel weiter.

Steigende Geburtenzahlen

Der Kanton Luzern mit seinen derzeit knapp 390'000 Einwohnern wächst bevölkerungsmässig jährlich um rund 1 Prozent. Neben der Migration sind die Geburten fast ebenso stark für das Wachstum verantwortlich. Die Geburtenzahl steigt seit rund zehn Jahren wieder an und erreichte 2012 wieder das Niveau von 1995.