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LUZERN: Romeo und Julia: Was wirklich abging

Im neuen Stück des Theaters Bagasch verliebt sich Romeo zwar auch in Julia. Doch allerhand Clowns zeigen in einer herrlichen Farce, was im «Cabaret Verona» jenseits von Shakespeares Geschichte noch passiert ist.
Yvonne Imbach
Roter Teppich, rote Pappnasen: Das Theater Bagasch zeigt eine witzige Version von «Romeo und Julia». (Bild: Nadia Schärli (Luzern, 25. Oktober))

Roter Teppich, rote Pappnasen: Das Theater Bagasch zeigt eine witzige Version von «Romeo und Julia». (Bild: Nadia Schärli (Luzern, 25. Oktober))

Yvonne Imbach

stadt@luzernerzeitung.ch

Das Theater Bagasch Luzern lädt in seiner neuen Produktion ins «Cabaret Verona». Ein roter Teppichkreis und Samtvorhänge bilden die Manege. Darin tummelt sich ein kurioses Volk. Paradiesvögel treffen auf Selbstdarsteller, alternde Diven tanzen mit Möchtegern-Prinzessinnen. Es sind ausgediente Clowns, die sich hier ins Rampenlicht drängeln – und sie bringen alle ihre kleinen und grossen Lebensdramen mit.

In dem von ihnen geführten Cabaret wird die wahre Geschichte von Romeo und Julia aufgeführt. Eine übereifrige ­Regisseurin im Bajazzogewand führt durchs Stück. Sie ist gnadenlos in der Rollenverteilung: «Du bist viel zu alt für die Rolle der Julia.» Als sie schliesslich die ideale Besetzung findet, kann die Geschichte um die zwei verfeindeten Veroneser Familien Capulets und Montagues beginnen.

Die Geschichte strotzt vor feinem Humor

Das Stück «Die wahre Geschichte von Romeo und Julia» stammt aus der Feder von Antonia Jaster, basiert aber auf Shakespeares Originaltext. Daraus entwickelte das Theater Bagasch zusammen mit dem Chor Voix-là eine überaus originelle musikalische Clowneske. Die Geschichte strotzt vor feinem Humor, der mitunter tiefschwarz ist – etwa wenn Julia Romeo partout nicht küssen mag. Fünf Akte lang darf das Publikum über viel Komik, schräge Figuren und derbe Dialoge lachen.

Das Theater Bagasch und der Chor Voix-là bewiesen 2014 erstmals in der «Dreigroschenoper» ihre harmonische Verbindung. Auch jetzt wieder vereinen sie überzeugend Spiel, Tanz, Musik und Gesang. Die Lieder reichen vom «Kleinen grünen Kaktus» bis zu «Just a Gigolo» und sind stets pointiert gesetzt. Ein vierköp­figes, professionelles Orchester sorgt für musikalische Raffinesse.

Für die musikalische Leitung ist der Musiker und PH-Dozent Patrik Bachmann zuständig. Regie führt Dieter Ockenfels. Er betont: «Ich wählte Clowns als Figuren, weil nur Clowns und Kinder die Gabe haben, eine Geschichte auf jener Ebene zu erzählen, wo man sich selbst auf den Leim geht. Und nur ein Clown darf mit Bravour versagen.»

Einjähriger Arbeitsprozess

Dem visuellen Erscheinungsbild der achtzehn Figuren wird besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt. Der Zuschauer wähnt sich fast in einem Bilderbuch, das zum Leben erweckt wurde. ­Dahinter steckt ein einjähriger Arbeitsprozess, verrät Ockenfels: «Jeder Spieler hat sich überlegt, welchen Charakter er spielt und wie dieser aussehen könnte. Sie mussten sich fragen, was steckt in mir, und sich mit diesen Antworten selbst auf die Suche nach ihrem Kostüm machen.» Dies sei ein wichtiger Prozess in der ­Rollenentwicklung gewesen. Das Resultat überzeugt zwei höchst vergnügliche Stunden lang.

Hinweis

Theater Pavillon Luzern, Spelte­riniweg 6. Nächste Aufführungen heute 20 Uhr, morgen 17 Uhr. ­Weitere 5 Aufführungen bis 4. November. Reservationen unter www.bagasch.ch. Wir verlosen 3-mal 2 Tickets für die Aufführung «Romeo und Julia» des Theater Bagasch am Dienstag, 31. Oktober, um 20 Uhr im Theater Pavillon Luzern. Wählen Sie heute die Telefonnummer 0901 83 30 25 (1.50 Fr. pro Anruf) , oder nehmen Sie unter www.luzernerzeitung.ch/wettbewerbe an der Verlosung teil. Die Gewinner werden informiert.

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