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LUZERN: Rontaler Gemeinden wollen näher zusammenrücken

Ob beim Bau eines neuen Hallenbads, bei der Freiwilligenarbeit oder der Alterspflege: Die sechs Rontaler Gemeinden wollen vermehrt gemeinsam handeln. Was bedeutet das für die Fusionsabsichten?
Von links: Heinz Schumacher (Gemeindepräsident Root), Max Hess (Gemeindepräsident Dierikon), Käthy Ruckli (Gemeindepräsidentin Buchrain), Alois Muri (Gemeindepräsident Gisikon), Amadé Koller (Gemeindepräsident Honau), Daniel Gasser (Gemeindepräsident Ebikon) und Pius Zängerle (Präsident LuzernPlus). (Bild: PD)

Von links: Heinz Schumacher (Gemeindepräsident Root), Max Hess (Gemeindepräsident Dierikon), Käthy Ruckli (Gemeindepräsidentin Buchrain), Alois Muri (Gemeindepräsident Gisikon), Amadé Koller (Gemeindepräsident Honau), Daniel Gasser (Gemeindepräsident Ebikon) und Pius Zängerle (Präsident LuzernPlus). (Bild: PD)

Eine gemeinsame Musikschule der Rontaler Gemeinden gibt es bereits, zudem arbeiten sie im Gemeindeverband Luzern Ost in den Bereichen Raumplanung und Mobilität zusammen. Doch jetzt wollen Buchrain, Dierikon, Ebikon, Gisikon, Honau und Root auch in anderen Bereichen stärker stärker kooperieren. Dazu haben sie die «Plattform Kooperation Rontal» geschaffen, welche die Gemeindepräsidenten und Vertreter des regionalen Entwicklungsträgers «Luzern Plus» gestern vorgestellt haben.

Die Plattform soll den Gemeinden ermöglichen, themenspezifisch und nach Bedarf zusammenzuarbeiten. Konkret geht es um folgende Themen, die künftig gemeinsam angepackt werden sollen:

  • Bibliothek/Ludothek
  • Tagesstrukturen an Schulen
  • Ferienangebote für Kinder
  • Finanzsteuerung
  • Wasserversorgung

Zudem sind gemeinsame Projekte vorgesehen, so in der Alterspflege, dem Beschaffungswesen des Werkhofs Unteres Rontal und der Freiwilligenarbeit. «Gerade in der Freiwilligenarbeit ist im Rontal ein riesiges Potenzial vorhanden, das wir nutzen wollen», sagt der Rooter Gemeindepräsident Heinz Schumacher (FDP). Diese Liste ist nicht abschliessend; Ziel der Kooperationsplattform ist es auch, auf aktuelle Entwicklungen einzugehen und neue Projekte zu realisieren. «Je nach Thema ist es auch möglich, dass einmal beispielsweise nur drei Gemeinden zusammenarbeiten», ergänzt Pius Zängerle, Präsident von «Luzern Plus».

Drei Standorte sind fürs Hallenbad im Gespräch

Ein Kooperationsprojekt, das bereits vor einigen Wochen bekannt wurde, ist das neue Rontaler Hallenbad. «Das bestehende ‹Bädli› Schmiedhof in Ebikon kommt an die Grenzen der Auslastung», sagt Max Hess, Gemeindepräsident von Dierikon (CVP). Grund dafür ist erstens der Lehrplan 21, der im Sommer eingeführt wird und mehr Lektionen Schwimmunterricht vorsieht. Zweitens nehmen die Schülerzahlen in den nächsten Jahren aufgrund der regen Bautätigkeit im Rontal zu. Für das neue Hallenbad sind nun drei Standorte im Gespräch: Root D4, Mall of Switzerland und Risch in Ebikon. «Der zentrale Vorteil dieser Standorte ist die ausgezeichnete Erschliessung», so Hess.

Spätestens bis 2025 soll das neue Bad stehen, da dann der Vertrag mit dem Schmiedhof ausläuft. Man geht von einer Investitionssumme von 18 bis 25 Millionen Franken aus. Wie diese Kosten auf die Gemeinden aufgeteilt werden, ist noch nicht geklärt. Am Mittwoch anwesend war auch Werner Schaeppi, Sprecher der Mall of Switzerland: «Wir würden uns freuen, wenn wir bei uns ein Hallenbad bauen könnten – zumal das ursprünglich geplant gewesen ist.» Das Hallenbad würde in ein zusätzliches Gebäude kommen.

Mit der engeren Kooperation ist die aktuell wieder aufgekommene Fusionsfrage im Rontal allerdings noch nicht vom Tisch: Im vergangenen Sommer forderte die FDP Dierikon, dass Fusionsabklärungen mit Ebikon und Root gemacht werden (wir berichteten). Die Gemeindeversammlung Dierikon wird darüber am 17.  Mai befinden. Alle drei Gemeinden geben sich diesbezüglich zögerlich und wollen zunächst auf die neu geschaffene Kooperationsplattform setzen. «Wir suchen die Zusammenarbeit und sind offen, falls Anfragen für eine Fusion zu einem späteren Zeitpunkt folgen sollten», sagt Schumacher. Ebenso sehen dies Max Hess sowie der Ebikoner Gemeindepräsident Daniel Gasser (CVP). Die FDP Dierikon hält an ihrer Fusionsinitiative fest.

Schliesslich wurde bekannt gegeben, dass Kurt Sidler, Geschäftsführer von «Luzern Plus», per Ende des Jahres zurücktreten wird. Die Stelle wird in den nächsten Tagen ausgeschrieben.

Gabriela Jordan
gabriela.jordan@luzernerzeitung.ch

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