LUZERN: Salle Modulable: Rechtsstreit beigelegt

Die Stiftung Salle Modulable und Butterfield Trust haben am Montag den jahrelangen Rechtsstreit um die Finanzierung des Projekts Salle Modulable in Luzern beigelegt und eine Vereinbarung unterzeichnet. Details geben die beiden Parteien aber erst am Donnerstag bekannt.

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Hubert Achermann, der Präsident der Stiftung Salle Modulable. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Hubert Achermann, der Präsident der Stiftung Salle Modulable. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Die Eckpfeiler der Übereinkunft würden dann im Rahmen einer gemeinsamen Medienkonferenz vorgestellt, teilten die Parteien am Montagabend in einem kurzen Communiqué mit. Vertreter von Stadt und Kanton Luzern sollen ebenfalls anwesend sein. Die Parteien hätten einen «gemeinsamen Weg für einen Neustart» definiert, heisst es lediglich.

Angefangen hat die Geschichte rund um die Salle Modulable 2007. Dann gab das Lucerne Festival Pläne für ein neues Musiktheater in Luzern bekannt. Realisiert werden sollte das 100-Millionen-Franken-Projekt mit Geldern des damals in Luzern lebenden Deutschen Mäzens Christof Engelhorn.

Nach Engelhorns Tod 2010 entfachte ein Rechtsstreit. Unklar war, ob der Stiftung Salle Modulable die 120 Mio. Franken zustehen, welche Engelhorn für den Bau des Musiktheaters zur Verfügung stellen wollte.

Denn der Vermögensverwalter Butterfield Trust auf Bermuda zog das Geld zurück. Er begründete den Schritt mit Unsicherheiten bei der Projektrealisierung. Die Stiftung Salle Modulable aber beharrte darauf, dass ihr 120 Mio. Franken zustünden und beschritt den Rechtsweg.

Im Februar taxierte dann ein Gericht in Bermuda den Rückzug des Geldes im Jahr 2010 als unrechtmässig. Seither suchten die beiden Parteien nach einer Einigung. Die Appellationsfrist wurde vom zuständigen Richter auf Bermuda deshalb viermal verlängert, am Montag lief sie erneut ab.

Die Luzerner Pläne gehen dahin, dass mit der Salle Modulable auch das heutige Luzerner Theater ersetzt werden solle. Der Trust stellte sich im Mai auf den Standpunkt, dass die Gelder nur für ein Opernhaus verwendet werden dürften.

sda/nop