LUZERN: SBB fahren FC Luzern an den Karren

Vereine wie der FC Luzern sollen für die Folgen von Randalen in Extrazügen geradestehen, fordern die SBB. Der FCL wiegelt ab.

Alexander von Däniken
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SBB-Sprecher Christian Ginsig: «Schon im letzten Jahr gab es mehrere Fälle von Randalen durch FCL-Anhänger.» (Bild: Archiv Neue LZ)

SBB-Sprecher Christian Ginsig: «Schon im letzten Jahr gab es mehrere Fälle von Randalen durch FCL-Anhänger.» (Bild: Archiv Neue LZ)

3 Millionen Franken an ungedeckten Kosten fallen jährlich an, weil Anhänger von Fussballclubs in Extrazügen randalieren. Das war laut SBB allein in den letzten drei Monaten schon 20 Mal der Fall. In drei Fällen waren Anhänger des FC Luzern verantwortlich – sie legten beispielsweise Feuer im Zug.

FCL: Vorfälle «harmlos»

Beim FCL heisst es, die Vorfälle seien jeweils harmlos gewesen. Doch die SBB haben genug und fordern die Vereine zum Handeln auf. Die Bundesbahnen wollen ein Modell, wie sie es schon mit den Berner Young Boys unterhalten. Dort sorgen Fans selber für Ordnung in den Extrazügen. Doch entsprechende Verhandlungen mit dem FCL und anderen Vereinen kommen nicht voran. SBB-Sprecher Christian Ginsig ärgert sich: «Dialoge führen wir zwar – aber Zählbares kommt nicht heraus.»