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LUZERN: Schalander sei Dank – die Fasnacht ist lanciert

Von der abgeänderten Umzugsroute bis zum bargeldlosen Zahlen in der LFK-Beiz: Am traditionellen Treff der Fasnachtsgewaltigen gab’s News und deftige Reden auf die Ohren.
Die Fasnachtsgewaltigen 2018 im Schalander der Brauerei Eichhof (von links): Wey-Zunftmeister Jörg Krähenbühl, Erwin Kretz, Dominus der Fidelitas Lucernensis, LFK-Präsident Marcel Manetsch, Fritschivater und Safran-Zunftmeister Alfred Meier, Linus Gähwiler, Präsident der Maskenliebhaber-Gesellschaft, sowie Gallivater Werner Schnüriger. (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 8. Januar 2018))

Die Fasnachtsgewaltigen 2018 im Schalander der Brauerei Eichhof (von links): Wey-Zunftmeister Jörg Krähenbühl, Erwin Kretz, Dominus der Fidelitas Lucernensis, LFK-Präsident Marcel Manetsch, Fritschivater und Safran-Zunftmeister Alfred Meier, Linus Gähwiler, Präsident der Maskenliebhaber-Gesellschaft, sowie Gallivater Werner Schnüriger. (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 8. Januar 2018))

Roman Hodel

roman.hodel@luzernerzeitung.ch

Wenn es im türkis gekachelten, fast 10 Meter hohen Schalander-Saal in der Brauerei Eichhof von Fasnachtsgewaltigen wimmelt, dann muss der traditionelle Schalander-Empfang des Lozärner Fasnachtskomitees (LFK) sein – und der Urknall nicht mehr weit. «Lozärn rockt» heisst zwar das Motto der diesjährigen Fasnacht – trotzdem führte LFK-Vizepräsident und «Schweizerhof»-Hotelier Mike Hauser nicht etwa in Rocker-Kluft durch den Abend am Montag, sondern im Dress der Schweizer Fussball-Nati. «Wir steuern auf die WM zu, und deshalb könnt ihr etwas über Fussball lernen», sagte er und lud zu diesem Zweck eine «unglaubliche Expertengruppe» ein: FCL-Legende Kudi Müller, FCL-Meisterspieler Heinz Moser und den Zürcher Comedian René Rindlisbacher. Das Trio orakelte unter anderem über die Gegner der Nati wie etwa Brasilien. Und Rindlisbacher ärgerte sich darüber, dass er den Schalander kaum gefunden habe: «Selbst der Taxifahrer wusste es nicht.»

Apropos Unwissen: Linus Gähwiler, Präsident der Maskenliebhaber-Gesellschaft, berichtete beispielsweise, dass jemand aus dem LFK sich bei ihm darüber beklagt habe, den Wey-Zunftmeister Jörg Krähenbühl nicht zu kennen: «Als ich ihm zurückschrieb, dieser sei Einschätzungsexperte Steuern bei der Gemeinde Adligenswil, hörte ich nichts mehr von ihm.»

Gulaschsuppe und Salatteller

Während sich die Fasnachtsgewaltigen und ihre Gäste über Salatteller und Gulaschsuppe beugten, gab es aber nicht nur deftige Reden, sondern auch lüpfige Livemusik und zudem ein paar News auf die Ohren: So führen die beiden Umzüge wie befürchtet definitiv nicht mehr durch die Hirschmatt-, sondern neu durch die Winkelriedstrasse. Schuld
daran sind die neuen Verkehrsinseln – für die grossen Wagen fehlt der Platz. Weiter könne man in der Buobenmatt-Beiz künftig bargeldlos bezahlen, hiess es. Und dann steht auch noch ein Comeback der aufgefrischten LFK-Kutsche an. Ob das alles gut kommt? Wir werden sehen – in
30 Tagen geht es los.

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