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LUZERN: Schindler schliesst Verkauf des Japan-Geschäfts ab

Der Luzerner Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler hat den angekündigten Verkauf seines Japan-Geschäfts an den US-Konkurrenten Otis vollzogen. Das teilte das Unternehmen in der Nacht auf Montag mit. Schindler hatte seinen Rückzug aus Japan im April bekannt gegeben.
Der Sitz des Liftherstellers Schindler im Luzernischen Ebikon. (Bild: Dominik Wunderli / LZ)

Der Sitz des Liftherstellers Schindler im Luzernischen Ebikon. (Bild: Dominik Wunderli / LZ)

Otis übernehme die lokale Belegschaft, heisst es weiter in der Schindler-Mitteilung. Dabei handelt es sich nach früheren Angaben um rund 600 Mitarbeiter, die hauptsächlich in der Wartung tätig sind. Zu weiteren Vertragsinhalten vereinbarten die Parteien laut Schindler Stillschweigen. Der Kaufpreis bleibt somit unbekannt.

Schindler war 1985 in den japanischen Markt eingestiegen, als das Land mit den vielen Hochhäuser zweitgrösster Aufzugsmarkt weltweit war. Schindlers Marktanteil lag nach eigenen Angaben aber nie über 1 Prozent und der Umsatz betrug weniger als 100 Millionen Franken. In den vergangenen 15 Jahren wuchs Schindler auch nicht mehr.

Ein Rechtsstreit um einen tödlichen Liftunfall setzte zudem Schindlers Image im Land zu, obwohl nach einem noch nicht rechtskräftigen Urteil das Unternehmen keine Schuld trifft. Schindler bleibt nach eigenen Angaben im Land vertreten, um die «rechtlichen und gesellschaftlichen Verpflichtungen aus den laufenden Rechtsverfahren bis zu deren Beendigung wahrzunehmen».

sda

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