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LUZERN: Schlagabtausch vor der Wahl

Die Parteiallianzen waren ein zentrales Thema beim Wahlpodium am Montagabend. Und der Stadtpräsident liess eine Bombe platzen.
Die Kandidaten für den Stadtrat (von links) vor dem Wahlpodium am Montagabend: Rudolf Schweizer, Peter With, Manuela Jost, Beat Züsli und Stefan Roth. (Bild Dominik Wunderli)

Die Kandidaten für den Stadtrat (von links) vor dem Wahlpodium am Montagabend: Rudolf Schweizer, Peter With, Manuela Jost, Beat Züsli und Stefan Roth. (Bild Dominik Wunderli)

Beatrice Vogel

Die Ausgangslage für den zweiten Wahlgang des Luzerner Stadtrats am 5. Juni ist spannend: Um zwei Sitze kämpfen vier Kandidaten – Manuela Jost (GLP, bisher), Stefan Roth (CVP, bisher), Peter With (SVP, neu) und Rudolf Schweizer (parteilos, neu). Für das Amt des Stadtpräsidenten kandidieren der amtierende Stadtpräsident Stefan Roth und der bereits als Stadtrat gewählte Beat Züsli (SP, neu). Am Wahlpodium vom Montagabend von Tele 1, Radio Pilatus und unserer Zeitung stellten sich die Kandidaten vor 120 Zuschauern den Fragen von Jérôme Martinu, Chefredaktor «Neue Luzerner Zeitung», und Tele-1-Moderator Michael Rauchenstein.

«Stapi» als Aussenminister?

In der Auseinandersetzung ums Stadtpräsidium ging es insbesondere auch darum, wie dieses ausgeführt werden soll. Beat Züsli fand, dass gerade die Aussenpolitik verstärkt werden müsse – vor allem die Position gegenüber dem Kanton. Hinzu komme, dass «die Kombination von Stadtpräsidium und Finanzdirektion unglücklich» sei. Diese Rollen müssten getrennt werden. Stefan Roth konterte mit der Aussage, dass dies bereits geplant sei. Der Stadtrat habe festgehalten, dass dies nach der Departementsreform so nicht mehr möglich sein werde, sofern das Parlament zustimmt. «Wenn ich wiedergewählt werde, bin ich ab 2018 nicht mehr Finanzdirektor, sondern nur noch Stadtpräsident», so Roth, der damit erstmals öffentlich die Neuausrichtung kommunizierte. Sicherlich auch ein Schachzug, der Roth im Wahlkampf helfen könnte.

Kritik am «geheimen» Abkommen

Spannend ist die Ausgangslage für die Wahl auch deshalb, weil unter den Parteien neue Allianzen geschmiedet wurden. Der Schulterschluss unter den bürgerlichen Parteien CVP, FDP und SVP sowie die Allianz von SP und GLP gaben denn auch zu reden. CVP-Parteipräsidentin Andrea Gmür beteuerte mehrmals, dass das schlechte Abschneiden Roths im ersten Wahlgang auf fehlende Unterstützung aus den anderen bürgerlichen Parteien zurückzuführen sei, weshalb die CVP nun doch mit der SVP zusammenspanne. Diese bürgerliche Allianz sei ein Angriff auf die GLP, entgegnete darauf Louis von Mandach, Parteipräsident GLP. Deshalb fühlte sich die Partei genötigt, sich mit der SP zu verbünden. Die Vertreter von CVP und SVP wiederum griffen die Präsidenten von SP und GLP an, weil diese ihre Vereinbarung unter Verschluss halten. Jost betonte: «Darin geht es um Themen, für die ich schon immer eingestanden bin. Das ist meine Politik.» Insofern könne sie sehr gut hinter der Vereinbarung stehen. SVP-Kandidat Peter With, der für den bürgerlichen Schulterschluss keine politischen Zugeständnisse machen musste, gab sich dennoch konsensfähig und liberal. «Im Stadtrat muss man Entscheide des ganzen Gremiums mittragen, auch wenn man seine persönliche Meinung einbringen kann», so With.

Jérôme Martinu, Chefredaktor der Neuen LZ und Moderator, Stefan Roth (CVP) und Beat Züsli (SP) in der Diskussionsrunde zur Präsidentenwahl. (Bild Dominik Wunderli)

Jérôme Martinu, Chefredaktor der Neuen LZ und Moderator, Stefan Roth (CVP) und Beat Züsli (SP) in der Diskussionsrunde zur Präsidentenwahl. (Bild Dominik Wunderli)

Die Moderatoren Jérôme Martinu (links) und Michael Rauchenstein (rechts) sowie die Parteileitungen von CVP (Andrea Gmür), Marcel Lingg (SVP), Louis von Mandach (GLP) und Cladio Soldati (SP). (Bild Dominik Wunderli)

Die Moderatoren Jérôme Martinu (links) und Michael Rauchenstein (rechts) sowie die Parteileitungen von CVP (Andrea Gmür), Marcel Lingg (SVP), Louis von Mandach (GLP) und Cladio Soldati (SP). (Bild Dominik Wunderli)

Manuela Jost (GLP) im Gespräch mit Peter With. (Bild Dominik Wunderli)

Manuela Jost (GLP) im Gespräch mit Peter With. (Bild Dominik Wunderli)

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