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LUZERN: Schwimmen in der Reuss: Stadtrat prüft neue Ein- und Ausstiegsstellen

Der Stadtrat will für das Flussschwimmen in der Reuss weitere Ein- und Ausstiegsstellen schaffen, sofern dies möglich ist. Zusätzlich soll eine Flusskarte entstehen, die empfohlene Stellen aufzeigt und über Gefahren informiert.
Der Sportclub Aare mit Nessi als Schwimmhilfe startet beim Naturmuseum und lässt sich die Reuss hinabtreiben. Das Bild stammt aus dem Jahr 2014. (Bild Dominik Wunderli)

Der Sportclub Aare mit Nessi als Schwimmhilfe startet beim Naturmuseum und lässt sich die Reuss hinabtreiben. Das Bild stammt aus dem Jahr 2014. (Bild Dominik Wunderli)

Seit der Eröffnung der Freizeitanlage inklusive der Sommerbar «Nordpol» am Reusszopf im Stadtteil Littau-Reussbühl (wir berichteten) hat das Flussschwimmen und -baden in der Reuss zugenommen. Schwimmen und Baden in einem fliessenden Gewässer birgt aber auch Gefahren (wir berichteten). In einem Postulat forderte die CVP-Fraktion den Stadtrat Luzern deshalb auf, für eine verständliche Beschilderung zu sorgen und die Infrastrukturen für den Ein- und Ausstieg aus der Reuss zu prüfen und allenfalls Neue zu realisieren.

Gefährliche Leiter entfernt

Die im Postulat als «ernsthaft gefährlich» genannte Leiter unterhalb der St.-Karli-Brücke ist bereits entfernt worden. Denn bei einem Absturz von der über zehn Meter hohen Leiter auf eine Ufermauer wäre mit tödlichen Folgen zu rechnen gewesen, begründet der Stadtrat den Entscheid. Die Ausstiegsstelle bei der Treppe der alten Reussfähre rund 100 Meter oberhalb der Freizeitanlage Reusszopf ist mittlerweile als «empfohlener» Ausstieg beschildert.

Der Stadtrat befindet zwar, dass die Ein- und Ausstiegsstellen nun gut gekennzeichnet seien und mit Piktogrammen auf die Gefahren hingewiesen würde. Der Weg von der einzigen empfohlenen Einstiegsstelle bei der Sentimatt bis zur einzig geeigneten Ausstiegsstelle könne aber auch für geübte Schwimmer eine lange Strecke darstellen. Deswegen will der Stadtrat die Reuss auf weitere Stellen prüfen, an welchen ein Ein- oder Ausstieg zu empfehlen wäre. Einen Einstieg am Kasernenplatz sowie einen Ausstieg erst direkt bei der Freizeitanlage Reusszopf empfiehlt der Stadtrat nicht.

Eine erste Analyse habe ergeben, dass an diversen Stellen entlang der Ufermauer Leitern oder Verankerungen vorhanden seien, meldet der Stadtrat. Diese sind aber schlecht ersichtlich und bisher gemäss der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG) und der Wasserpolizei eher als Notausstiege für Rettungsaktionen oder im Zusammenhang mit Bauarbeiten am und im Fluss installiert worden. Nun soll untersucht werden, ob an diesen Stellen rutschfeste Treppen mit Geländern, die die Strömung in ruhiges Kehrwasser verwandeln würden, möglich sind.

Flusskarte soll Übersichtlichkeit schaffen

Zudem werde die Erstellung einer Flusskarte für das Schwimmen in der Reuss angestrebt, informiert der Stadtrat. Auf der Flusskarte sollen die geeigneten Ein- und Ausstiegsstellen sowie mögliche Gefahren gekennzeichnet werden. Für den Abschnitt zwischen der Seebrücke und der Einmündung der Kleinen Emme liege diese Karte im Entwurf bereits vor und soll nach der Verbesserung der Infrastruktur aktualisiert werden. Die Stadt Bern informiert Schwimmer und Schwimmerinnen bereits mit einer solchen Aare-Flusskarte.

Bereits im letzten Sommer wurden entlang der Reuss die Rettungsstangen durch Rettungsboxen ausgetauscht (wir berichteten). Bis spätestens im Frühjahr 2018 werden alle Rettungskästen ihre definitive Beschriftung mit einfach verständlichen Handlungsanweisungen erhalten, verspricht der Stadtrat. Am Reusszopf finden Besucher auf Informationsstelen bereits QR-Codes, die zu Informationen der SLRG über Regeln und Verhaltenstipps am Wasser in acht Sprachen führen. Diese hätten auch die Mitarbeitenden der SIP im letzten Sommer häufig genutzt, um mit Menschen mit Migrationshintergrund Kontakt aufzunehmen, so der Stadtrat.

pd/spe




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