Luzern: Schwinger-Polterabend artet in Schlägerei aus

Der Polterabend des Schwingers Ivo Laimbacher endet böse. Bei einer Schlägerei im «Roadhouse» gibt es drei Verletzte.

Benno Mattli
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Bei der Schlägerei entstand zudem ein Sachschaden in unbekannter Höhe.

Bei der Schlägerei entstand zudem ein Sachschaden in unbekannter Höhe.

Symbolbild: Philipp Schmidli

Es waren unschöne Szenen, die sich am vergangenen Samstagabend in respektive vor der Bar Roadhouse an der Pilatusstrasse 1 in Luzern ereignet haben. Bei einer wüsten Schlägerei zwischen mehreren Personen gab es mindestens drei Verletzte, darunter zwei Türsteher. Einer der beiden musste danach im Permanence Medical Center im Bahnhof Luzern behandelt werden. Laut Recherchen unserer Zeitung soll einer der Türsteher bewusstlos geschlagen worden sein. Bei der Schlägerei entstand zudem ein Sachschaden in unbekannter Höhe. Ausgelöst wurde sie offenbar, weil eine Gruppe nicht in die Bar hineingelassen wurde.

Die Luzerner Polizei gibt sich auf Anfrage unserer Zeitung wortkarg. Mediensprecher Urs Wigger erklärt lediglich, dass sich keine verletzten Personen im Spital befänden und dass die Befragungen der involvierten Personen aufgenommen worden seien. Von Seiten des «Roadhouse» wird geschwiegen. Die Geschäftsleitung ist für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Laut Recherchen unserer Zeitung steht die Schlägerei im Zusammenhang mit dem Polterabend des Schwingers Ivo Laimbacher (28) aus Brunnen. Er selber war gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar, dafür gaben seine beiden Brüder Philipp (30) und Adi Laimbacher (33) Auskunft.

Mit Bus gekommen

Ihren Aussagen zufolge hat sich das Ganze wie folgt abgespielt: «Wir sind mit einem Bus von Schwyz nach Luzern gefahren - insgesamt etwa 35 Personen», erzählt Philipp Laimbacher aus Sattel, der derzeit beste Schwinger der Zentralschweiz und die grösste Hoffnung fürs «Eidgenössische» in Burgdorf. Nachdem man den Bus beim Inseli parkiert habe, habe man sich zum «Roadhouse» aufgemacht. «Weil ich mit einem Kollegen in ein Gespräch vertieft war, kam ich dort als Letzter an. Da war die Schlägerei, von der ich gar nichts mitbekommen habe, bereits vorbei.» Das Gleiche erzählt auch Adi Laimbacher aus Schwyz: «Wir hatten mit der Schlägerei nichts zu tun.»

Die Brüder Laimbacher regen sich nun auf, «dass wir für den Blödsinn einiger Kollegen den Kopf hinhalten müssen». Sie selber würden ja nie eine Schlägerei anzetteln, denn sie wüssten nur allzu gut, dass für sie als Personen des öffentlichen Interesses zu viel auf dem Spiel stünde.