LUZERN: Seiltanz: Circus Knie gibt noch nicht auf

Wird Freddy Nock doch noch auf dem Hochseil tanzen? Das Werweissen geht weiter.

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Freddy Nock nach Seilriss. (Bild Manuela Jans/Neue LZ)

Freddy Nock nach Seilriss. (Bild Manuela Jans/Neue LZ)

Verwirrspiel um die Frage, ob Freddy Nock nach dem misslungenen Versuch am Dienstag doch noch auf öffentlichen Grund der Stadt Luzern auf dem Hochseil auftreten wird: Beim Circus Knie hiess es am Mittwochnachmittag «vielleicht», am frühen Abend «wegen des zu grossen Aufwands definitiv nicht» und später dann doch wieder «möglicherweise». Genaue Angaben konnte Mediensprecher Niklaus Leuenberger noch nicht machen.

«Nichts im Weg»
Was hält man von Seiten der Stadt davon? «Dem erneuten Einreichen eines Gesuchs steht nichts im Weg», sagt Toni Schüpfer von der Abteilung Stadtraum und Veranstaltungen. Die ursprünglich geplante, aber nicht bewilligte Überquerung des Seebeckens komme aber nicht in Frage.

Inzwischen steht die Ursache für den Riss des Seils am Dienstag fest: «Weil dieses rund 60 Meter länger als die tatsächliche Strecke war, wurde es bei den Pneukrans aufgerollt», sagt Leuenberger. Durch die entstandene Reibung sei das Kunststoffseil an einem Punkt geschmolzen und dann gerissen.

Haftung beim Knie
Um ein Haar hätte ein herabfallendes Seilende am Dienstag eine unbeteiligte Person getroffen. Wies das Sicherheitskonzept Mängel auf? Dies verneint Schüpfer. Dass es zu einem solchen Vorfall kommen könnte, sei im Vorfeld «weder erwart- noch planbar» gewesen. «Es ist jedoch klar, dass die gemachten Erfahrungen miteinfliessen, sofern der Anlass wiederholt wird.» Im Falle eines Schadenereignisses würde die Haftung «vollumfänglich» beim Circus Knie liegen.

Bleibt die Frage, wie gross die Gefahr durch das herabfallende Seilende tatsächlich war. «Wegen des leichten Gewichts und der Beschaffenheit des Seils ist nicht zu erwarten, dass davon eine grosse Gefährdung für Umstehende ausgegangen ist», sagt Daniel Menna, Mediensprecher der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU). Eine abschliessende Expertise sei dies aber natürlich nicht.

Dave Schläpfer/sab