Luzern setzt weiter auf Alkoholtestkäufe

Die Luzerner Polizei wird auch in diesem Jahr Alkoholtestkäufe mit Jugendlichen durchführen. Wer gegen das Verkaufsverbot verstösst, hat aber kaum mit einer Strafanzeige zu rechnen.

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Testkauf: Ein Jugendlicher nimmt eine Flasche Wein aus dem Regal. (Bild: Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Testkauf: Ein Jugendlicher nimmt eine Flasche Wein aus dem Regal. (Bild: Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Mit Alkoholtestkäufen will die Luzerner Polizei auch in diesem Jahr die geltenden Jugendschutzbestimmungen durchsetzten. Zwar stuft das Bundesgericht in einem Entscheid vom Januar solche Testkäufe als verdeckte Ermittlung ein, da der Kanton Luzern aber seit längerem über eine entsprechende gesetzliche Grundlage verfüge, seien die Testkäufe nicht in Frage gestellt, teilt die Luzerner Polizei am Mittwoch mit. Hingegen soll das Vorgehen bei Verstössen angepasst werden.

Verwaltungsrechtliche Massnahmen

Restaurationsbetriebe, Verkaufslokale oder Veranstalter von Einzelanlässen würden unter Berücksichtigung der aktuellen Bundesgerichtspraxis nach wie vor überprüft. Ein Verstoss gegen das Verkaufsverbot führe aber kaum zu einer Strafanzeige. Wahrscheinlich seien hingegen nach wie vor verwaltungsrechtliche Massnahmen. Dies könne von einer Verkaufseinschränkung bis hin zum Bewilligungsentzug führen. In vielen Fällen werde im Übrigen wie bisher das Gespräch mit den fehlbaren Verkaufsstellen gesucht. Die jugendlichen Testkäufer seien im Rahmen des Projekts geschützt und stets von Fachpersonen begleitet.

pd/bep