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LUZERN: Sie kehren ins Restaurant Schiff zurück

Das Traditionshaus Restaurant Schiff an der Reuss soll nächstes Jahr wieder öffnen – saniert und mit zwei bekannten Wirten.
Das Pächterpaar Peter und Silvya Wiesner Joller übernimmt das Hotel/Restaurant Schiff unter der Egg in Luzern. Auf dem Bild zu sehen sind die beiden auf der Terrasse der Immobilie. (Bild: Pius Amrein (Neue LZ))

Das Pächterpaar Peter und Silvya Wiesner Joller übernimmt das Hotel/Restaurant Schiff unter der Egg in Luzern. Auf dem Bild zu sehen sind die beiden auf der Terrasse der Immobilie. (Bild: Pius Amrein (Neue LZ))

Sandra Monika Ziegler

Jetzt ist es klar: Das Pächterpaar Sylvia und Peter Wiesner-Joller, Besitzer des Vincafés La Barca Unter der Egg, kehren als Wirte ins benachbarte Restaurant Schiff zurück. Sie bekamen unter den gut 25 Interessenten den Zuschlag von den Zürcher Besitzern Peter und Ronald Neufeld: «Die Wiesners sind für uns ein Glücksfall. Uns war es sehr wichtig, dass wir keine Restaurantkette als neue Pächter haben, sondern solche, die in Luzern bekannt und verwurzelt sind.» Und das sind Sylvia und Peter Wiesner-Joller. Denn bereits ab 1995 führten sie für 18 Jahre das Restaurant Schiff. Peter Wiesner begann gar 1982: «Damals war ich Küchenchef im ‹Schiff›.» Als die Wiesner-Ära 2012 zu Ende ging, wirteten sie im benachbarten «La Barca». Sylvia Wiesner: «Das ‹La Barca› werden wir weiterführen. Zusammen mit dem ‹Schiff› können wir Synergien schaffen.»

Restauranteröffnung Mitte 2016

Wann jedoch die Gäste im Restaurant Schiff wieder bedient werden, ist nach wie vor unklar. Denn der Ende August verhängte Baustopp verzögert die Wiedereröffnung. Dieser wurde verhängt, weil für die Sanierung ein Baugesuch fehlte. Von Seiten der Stadt ist jetzt zu erfahren, «dass in den letzen Wochen ein intensiver und konstruktiver Austausch zwischen Eigentümern, Architekt, Denkmalpflege und Bewilligungsbehörde stattgefunden hat», wie Markus Hofmann, Leiter Baugesuche der Stadt Luzern, auf Anfrage erklärt. Bei diesen Gesprächen wurden Lösungen für die Sanierung der Liegenschaft und Weiterführung des Betriebs gesucht und diskutiert. Nun sei der Architekt dabei, diese Ideen zu Papier zu bringen, so Hofmann weiter. Das hat Architekt Roger Kraushaar bereits gemacht: «Am letzten Donnerstag wurde das Baugesuch über das Ganze eingereicht», sagt er. Kraushaar gilt als Spezialist für denkmalgeschützte Bauten, wie Wiesner betont, deshalb seien die Chancen gross, dass das Baugesuch den Auflagen entsprechen werde.

Zwischen Brandgässli und Reuss besteht seit dem Mittelalter eine Gasthaustradition. Im Inventar der Hotel- und Tourismusbauten 1800 bis 1960 ist die Wirtschaft zum Schiff bereits 1834 erwähnt. Dort ist auch zu lesen, dass in der Nacht vom 12. auf den 13. Juni 1833 das Gasthaus Schiff Opfer der Flammen wurde. Beim damaligen Stadtbrand blieben nur die Arkaden von 1595 verschont.

Schweizer Küche bleibt

Der Neubau erfolgte in den Jahren 1833/34. Die Gaststube verfügt über eine Biedermeier-Ausstattung. Sie gilt als einmalig in der Stadt Luzern und wird denkmalpflegerisch als bedeutend taxiert. Der Biedermeierstil bleibe natürlich erhalten, so Wiesner. Ebenso das kulinarische Angebot, das klar auf Schweizer Küche setzt. Wiesner: «Das ‹Schiff› wird wieder zum gemütlichen Treffpunkt der Luzerner und Luzernerinnen.» Für die Instandstellung von Küche, Toiletten und Gastraum wird mit Kosten von etwa zwei Millionen Franken gerechnet, diese übernehmen die Besitzer. Peter Neufeld scherzt: «Das ‹Schiff› wird langsam zur Luxusjacht.» Abstriche mussten die Neufelds bei der Höhe der Pacht machen. Ihre anfänglich 25 000 Franken teure Monatspacht ist für Luzerner Verhältnisse unrealistisch. Wie hoch sie sein wird, darüber schweigen Besitzer und Pächter allerdings.

Knackpunkt ist laut den Eigentümern nach wie vor die Lüftung. Dafür liegen jetzt mehrere Vorschläge vor, die geprüft werden. Trotzdem sind die Gebrüder Neufeld von diesem historischen Gebäude nach wie vor überzeugt.

Hotel mit 18 Appartements

Nachdem nun das Baugesuch eingereicht ist, bestimmt die Stadt das Tempo beim weiteren Vorgehen. Derweil müssen sich die Neufelds und Wiesners in Geduld üben. Das Gleiche gilt auch für die künftigen Hotelbetreiber. Sie hatten den Vertrag bereits im Sommer unterzeichnet.

Geplant ist ein Businesshotel mit 18 Appartements. Eröffnet wird es voraussichtlich kommenden März oder April.

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