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LUZERN: Sie schafften es ohne Quote

Die Stadt will auf Führungsstufe einen Frauenanteil von 33 Prozent. Nur: Wie kann dies erreicht werden? Vier Chefinnen geben Einblick in ihren Alltag – und sagen, was sie von Quoten halten.
Sie schafften es ohne Quote: (im Uhrzeigersinn): Friederike Pfromm (48), Judith Lauber (61), Marion Loretan (34) und Karin Pauleweit (56). (Bild: Neue LZ)

Sie schafften es ohne Quote: (im Uhrzeigersinn): Friederike Pfromm (48), Judith Lauber (61), Marion Loretan (34) und Karin Pauleweit (56). (Bild: Neue LZ)

von Yasmin Kunz und Christian Hodel

Friederike Pfromm (48)
«Als Frau Frauen zu führen, ist hohe Kunst»

Friederike Pfromm (48) (Bild: Neue LZ)

Friederike Pfromm (48) (Bild: Neue LZ)

Stadt.Das Büro der Luzerner Stadtbaumeisterin Friederike Pfromm habe ich mir so vorgestellt: Die Ablageflächen der Regale überstellt mit Modellen, Pläne von Bauprojekten, die das Pult zudecken, und Dutzende Bilder von architektonischen Meisterwerken aus aller Herren Ländern, die an den Wänden hängen. Das Klischee hat sich nicht bewahrheitet – im Gegenteil: Pfromms Büro ist schlicht und aufgeräumt. Wie passt das zusammen? Pfromm räumt ein, dass sie eigentlich nicht so ordentlich ist und deshalb jeden Freitag das Büro auf Vordermann bringt.

Architektin, Dozentin, Leiterin

Nicht ganz so diszipliniert wie ihr aufgeräumtes Büro war ihr Weg dorthin verlaufen. «In St. Gallen hat man damals meinen ‹Chrüsimüsi›-Lebenslauf angeschaut und mir trotzdem eine Chance gegeben, mich als Leiterin der Abteilung Projektmanagement zu profilieren», sagt sie lachend. Für Pfromm ein Meilenstein in ihrer Karriere: «Obwohl ich noch nie geführt hatte, hat man mir das zugetraut.» Das war im Jahr 2006, als sie nach diversen Jobs – unter anderem in ihrem eigenen Architekturbüro, an der Uni und in grösseren Unternehmen – von Deutschland wieder in die Schweiz zurück zog, die sie vor der Einschulung verlassen hatte. Der Einstieg als Führungskraft, so Pfromm, war erstaunlich einfach.

Nur mit den männlichen Kollegen auf der gleichen Hierarchiestufe habe es am Anfang gehapert. «Die langjährigen Führungskräfte hatten Angst, von den neuen Frauen überstimmt zu werden, und nahmen deshalb eine defensive Haltung ein. Das tägliche Miteinander hat dann gezeigt, dass diese Ängste unbegründet waren.»

Frauen sind emotionaler

Seit 2012 ist die 48-Jährige, verheiratet und kinderlos, Chefin von 150 Angestellten der Stadt Luzern. Sie arbeitet am liebsten in gemischten Teams, auch was das Alter, die Herkunft oder das Lebensmodell betrifft. Manchmal sei die Zusammenarbeit mit den Männern einfacher, als die Chefin von Frauen zu sein. «Als Frau Frauen zu führen, gilt auch in der Managementlehre als eine hohe Kunst», sagt die Stadtbaumeisterin.

Während Männer eine eher pragmatische Sicht auf Entscheide oder Ansagen von oben haben, spiele sich bei den Frauen viel auf der emotionalen Ebene ab. «Das führt hin und wieder zu Diskussionen», sagt Pfromm.

Vor 2012 sass ein Mann auf diesem Chefsessel. Wie hat man den Geschlechterwechsel aufgenommen? «Ich habe das sehr positiv erlebt», erinnert sie sich und sagt: «Die Persönlichkeit hat eine viel höhere Aussagekraft als das Geschlecht.» Trotzdem sei es für Frauen oft schwieriger als für Männer, an einen Kaderposten zu gelangen. «Während Männer eingeübte und erprobte Wege nach oben vor sich sehen, müssen Frauen sich diese häufig selber bahnen.»

«Sich nicht beirren lassen»

Behaupten muss man sich nicht nur beim Vorstellungsgespräch, sondern auch nachher als Chefin. Hat sie ein Erfolgsrezept? «Führen ist etwas Ambivalentes. Setzt man seine Forderungen durch, wird man als dominant erlebt, gibt man nach, wird man schnell übergangen.» Die Herausforderung sei es, sich nicht beirren zu lassen und situativ richtig zu entscheiden.

Friederike Pfromm denkt – rückblickend –, dass ihr Weg zu einer Führungsposition nicht nur Zufall war. «Mein nicht sehr geradliniger Lebenslauf beinhaltete viele Puzzleteile, die mir damals zusammenhangslos erschienen und heute mein Profil ausmachen.»

Was rät sie Frauen, die noch dahin wollen? «Mutig sein und sich trauen, unbekanntes Terrain zu betreten.» Meistens, so vermutet Pfromm, stünden sich Frauen selber im Weg, «weil sie nicht unangenehm auffallen wollen». Pfromm wünscht sich mehr Kaderfrauen und findet die Zielsetzung von 33 Prozent Kaderfrauen in den Verwaltungen, wie es jüngst in der Stadt Luzern gefordert wurde, richtig. «Diese muss aber nicht per se mit einer definierten Quote erreicht werden.»

Judith Lauber (61)
«Frauen planen ihre Karriere zu wenig»

Judith Lauber (61) (Bild: Neue LZ)

Judith Lauber (61) (Bild: Neue LZ)

Kanton. Ihre 51 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für das Handelsregister und Staatsarchiv zuständig, organisieren unter anderem die Wahlen, begleiten Fusionsprojekte: Judith Lauber (61), Leiterin der Dienststelle Gemeinden, Handelsregister und Staatsarchiv des Kantons Luzern, steht ihnen vor.
Seit 2001 arbeitet die Juristin für den Kanton Luzern, leitet das Amt für Gemeinden – im vergangenen Jahr wurde dieses mit dem Staatsarchiv und Handelsregister zu einer Dienststelle zusammengeführt. Seither ist Lauber für 39 Vollzeitstellen verantwortlich.

«Was zählt, ist die Arbeit»

Knapp 60 Prozent der Angestellten sind Frauen – vor wenigen Jahren waren es noch mehr. «Als Leiterin des Amtes für Gemeinden habe ich zu Beginn oft gehört, dass ich einen ‹Frauenladen› führe», sagt Lauber. Man habe kritisch hingeschaut auf ihr Amt. Inzwischen habe man sich durch die Arbeit profilieren können – und nicht durch das Geschlecht. «Im Alltag spielt es keine Rolle, ob ein Mann oder eine Frau eine Dienststelle leitet», sagt Lauber. «Was zählt, ist die Arbeit.» Amüsant seien hie und da die Sitzungen mit allen Dienststellenleitern. «Wir Frauen – neben mir ist es noch Karin Pauleweit von der Dienststelle Hochschulbildung und Kultur – werden jeweils namentlich begrüsst. Alle anderen werden mit ‹sehr geehrte Herren› angesprochen.»

Doch warum gibt es beim Kanton nicht mehr Frauen in höheren Führungspositionen? Lauber sagt: Einerseits seien Frauen anders sozialisiert. «Frauen planen ihre Karriere zu wenig, während Männer schon viel früher aktiv sind.» Schon als Studenten würden sie Kontakte knüpfen. Sie vernetzten sich, zum Beispiel beim Militär, in der Zunft oder in Service-Clubs wie Rotary. «Frauen tun dies weniger.» Andererseits seien – gerade auch im Kanton Luzern – noch stark traditionelle Rollenmuster verankert. «Eine Frau, die Familie und Karriere unter einen Hut bringen will, wird von aussen vielfach mit kritischem Blick betrachtet», sagt Lauber.

Schwierig wirds mit Familie

Die Frage in der aktuellen Diskussion sei nicht, ob Frauen Karriere machen können, sondern wie Frauen mit Familie es schaffen, beide Parts zu vereinen. Denn eines habe die seit Jahren andauernde Debatte um die Gleichstellung gebracht: «Kinderlose Frauen, wie ich es bin, können sich inzwischen eine leitende Funktion erarbeiten, sofern sie es wollen.» Bei Frauen, die zusätzlich zum Beruf eine Familie managen, werde es schwieriger – insbesondere, wenn der Partner voll erwerbstätig sei. Lauber hat keine Kinder. Ob sie die Energie gehabt hätte, für Arbeit und Kinder gleichermassen da zu sein, bezweifelt sie. «Das ist nicht ganz einfach und erfordert eine geschickte Planung.»

«Quote ist eine Chance»

Was muss sich also ändern, damit künftig in der kantonalen Verwaltung mehr Frauen in Kaderpositionen arbeiten? «Es müssen neue Arbeitsmodelle gesucht werden, auch für Kaderstellen.» Jobsharing, also das Aufteilen einer Funktion auf zwei oder mehrere Personen, sei sicherlich eine Möglichkeit. «Aber solche Angebote müssen gewollt sein. Und zwar von der obersten Chefetage.» Und nötigenfalls sind diese auch mit Druck von oben zu realisieren – etwa in Form einer gesetzlich verankerten Quote. «Leider ist der Begriff Quotenfrau negativ besetzt. Ich verstehe nicht, warum sich auch viele Frauen gegen eine Quotenregelung aussprechen», sagt Lauber. Eine Quote sei eine Chance, dem Thema endlich Auftrieb zu geben.

Aber dazu müssten auch Strukturen angepasst und flexiblere Arbeitsmodelle eingeführt werden. «Wenn die leitenden Jobs so arbeits- und zeitintensiv bleiben und nur im Vollzeitamt ausgeführt werden können, werden sich wohl weiterhin nur wenige Frauen mit Familie für eine solche Stelle bewerben – und dies, obwohl sie hoch qualifiziert sind.»

Karin Pauleweit (56)
«Wenn Frauen Wollen, schaffen sie es»

Karin Pauleweit (56) (Bild: Neue LZ)

Karin Pauleweit (56) (Bild: Neue LZ)

Kanton.Sie mache nichts anders als ein Dienststellenleiter, sagt Karin Pauleweit (56), Leiterin der Dienststelle Hochschulbildung und Kultur des Kantons Luzern. «Dass ich eine Frau in leitender Funktion bin, darüber habe ich mir nie Gedanken gemacht.»

Pauleweit, die studierte Germanistin, arbeitet seit 2002 in leitender Funktion für den Kanton Luzern – 120 Vollzeitstellen sind ihr direkt unterstellt. Oftmals sei sie «an runden Tischen die einzige Frau. Ich bewege mich auf einer von Männern geprägten hierarchischen Ebene.» Dennoch: Pauleweits Kernteam – das aus fünf Personen besteht – ist weiblich. «Das ist purer Zufall», sagt sie. «Wenn ich jemanden anstelle, schaue ich nicht aufs Alter oder Geschlecht. Die Persönlichkeit muss stimmen.»

Von den 31 Dienststellen des Kantons Luzern (inklusive des Generalsekretariats Gericht und der Finanzkontrolle) wird derzeit neben jener von Pauleweit eine weitere von einer Frau geführt: das Amt für Gemeinden. Im November kommt mit der Übergabe der Dienststelle Soziales und Gesellschaft an Edith Lang eine dritte Frau hinzu. Daneben wird auch das Generalsekretariat der Gerichte von einer Frau geführt, das ist allerdings keine eigene Dienststelle.

Doch braucht es überhaupt mehr Frauen in der kantonalen Verwaltung? «Eine Durchmischung der Geschlechter ist bei der Arbeit sicherlich förderlich.» Aber viel wichtiger in einer Kaderfunktion seien die Persönlichkeit und die Kompetenz. Der beste Bewerber sollte jeweils die Stelle bekommen, sagt Pauleweit. «Eine Dienststelle zu leiten, ist nicht nur lustig. Es gibt Konflikte, die es zu lösen gilt. Die Präsenzzeiten sind lang. E-Mails und andere Geschäfte bearbeiten am Wochenende und in den Ferien gehören dazu.» Viele Frauen seien möglicherweise nicht bereit, dies einzugehen. «Die Frauen müssen eine solche Anstellung auch wollen und sich die Arbeit zutrauen», sagt Pauleweit. Klar sei aber auch: «Es gibt sicherlich vereinzelt Frauen, die ins Kader möchten, aber nicht können.» Vor vielen Jahren habe sie sich um einen Job beworben und eine Absage erhalten. Grund: Der Arbeitgeber hatte Angst, dass sie schwanger werden und die Stelle nach einiger Zeit wieder abgeben würde.

Job und Familie: Flexibilität gefragt

Pauleweit wurde nicht schwanger. «Ich bin verheiratet, habe aber keine Kinder. Der Job ist sicherlich auch ein Grund dafür», sagt sie. Dennoch: Familie und ein Kaderjob seien vereinbar, wie Beispiele aus ihrem Freundeskreis zeigen würden. Wer Familie und Job unter einen Hut bringen wolle, müsse sich organisieren. Und dazu brauche es entsprechende Rahmenbedingungen, die jeder Arbeitgeber für sich zu steuern habe – Flexibilität sei gefragt. «Wenn eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter von mir einen guten Job macht und ich vertrauen habe, bin ich auch bereit, auf die persönlichen Bedürfnisse einzugehen», sagt sie. Einen Tag Home-Office, wenn das Kind mal krank sei, toleriere sie.

Reichen flexiblere Arbeitsbedingungen, um mehr Frauen ins Kader zu holen – oder muss der Staat eingreifen? «Eine Quote könnte allenfalls der Anstoss sein, sich Überlegungen zum Thema zu machen. Aber die Lösung ist es wohl nicht.» Viel eher müsse bei der Nachwuchsförderung angesetzt werden. «Junge Mitarbeiter mit Potenzial – egal, ob Mann oder Frau – müssen gefördert werden.» Das beginne in der Schule. «Alte Rollenbilder sind heute noch stark verankert, das zeigt sich etwa in der Berufswahl. Hier muss man aufzeigen, dass Berufe nicht nach Geschlecht einzuteilen sind.»

Je nach Branche Vorbehalte

Doch haben es Männer einfacher, sich in eine Kaderposition hochzuarbeiten? «Männer können eher auf ein Netzwerk zurückgreifen, um überhaupt in eine leitende Funktion zu gelangen», sagt Pauleweit. Dies sei wohl historisch bedingt. Und ja, vielleicht gebe es in gewissen Branchen auch Vorbehalte gegenüber Frauen. Dennoch ist Pauleweit überzeugt: «Wenn eine Frau Karriere machen will, dann schafft sie es heutzutage auch – sofern sie es wirklich will.»

Marion Loretan (34)
«Das Geschlecht spielt keine Rolle»

Marion Loretan (34) (Bild: Neue LZ)

Marion Loretan (34) (Bild: Neue LZ)

Stadt.Marion Alexia Loretan ist die Leiterin des Rechtsdienstes und Behördenmitglied der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) der Stadt Luzern. Die 34-Jährige hat in Freiburg Rechtswissenschaften studiert, anschliessend mehrere Anwaltspraktika absolviert und 2008 in Bern das Anwaltspatent gemacht. Bevor sie ihre jetzige Stelle angetreten hat, arbeitete sie bei der Direktion des Innern des Kantons Zug. Die gebürtige Walliserin führt derzeit ein Team von acht Personen. Als Leiterin Rechtsdienst gehört sie neben vier weiteren Führungspersonen zur Geschäftsleitung der Kesb. Daneben ist sie Behördenmitglied der Kesb und entscheidet mit den anderen Mitgliedern über Massnahmen im Kindes- und Erwachsenenschutz.

Marion Loretan, Sie sind in Leuk, einer Walliser Gemeinde mit etwas mehr als 3000 Einwohnern, aufgewachsen. Nun wohnen und arbeiten Sie in der Stadt Luzern. Wo ist Ihr Zuhause?

Marion Loretan: Ich fühle mich dem Wallis natürlich weiterhin sehr verbunden. Meine Eltern wohnen immer noch dort. Man kann sagen, Wallis ist das «Daheim». Aus beruflichen Gründen bin ich in die Zentralschweiz gekommen. Luzern habe ich ganz bewusst als Wohnsitz gewählt, weil es einfach eine wunderschöne Stadt ist und ich mich in der Umgebung der vielen schönen Berge heimisch fühle.

Als Sie Ihre jetzige Führungsstelle angetreten haben, waren Sie gerade mal 32 Jahre jung. Wurden Sie von den Angestellten ernst genommen?

Loretan: Ich fühlte mich von Beginn an ernst genommen. Aber selbstverständlich habe ich mich damals vor Stellenantritt gefragt, ob mein Team mich aufgrund meines Alters ernst nehmen wird. Ich habe aber schnell gemerkt, dass das Alter bei mir keine Rolle spielt, sondern die Art, wie ich als Führungsperson auftrete. Mir ist wichtig, dass ich eine klare Linie habe und meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich darauf verlassen können.

Wie erleben Sie den Alltag in Ihrer Funktion?

Loretan: Meine Arbeit ist äusserst spannend und herausfordernd – und das jeden Tag aufs Neue. Das ist meine erste Führungsstelle, was zu Beginn auch mit Unsicherheiten verbunden war.

Welche Unsicherheiten?

Loretan: Oft habe ich Entscheidungen, die ich gefällt habe, hinterfragt. Ich wollte möglichst keine Fehler machen. Mit jedem Entscheid ist mein Sicherheitsgefühl jedoch gewachsen. Heute weiss ich, dass Fehlermachen dazugehört und dass ich daraus lernen kann. Ich habe grosses Glück, ein unterstützendes Team zur Seite zu haben und hilfsbereite Menschen in der Kesb vorzufinden.

Spielt das Geschlecht bei Ihrem Job in Ihrer Position eine Rolle?

Loretan: Nein, absolut nicht. Die Kesb ist wohl aber auch als atypisch anzusehen, was die Geschlechterverteilung betrifft. Es arbeiten hier prozentual gesehen viel mehr Frauen als Männer. Die oberste Leitung bei der Kesb hat ebenfalls eine Frau inne.

Müssen sich die Männer behaupten?

Loretan: Nein, das Gefühl habe ich nicht. Im Gegenteil: Ich gehe davon aus, dass es bei uns überhaupt keine Rolle spielt, welches Geschlecht man hat.

Die Diskussion rund um die Frauenquote ist in der Stadtverwaltung wieder aktuell. Braucht es eine solche?

Loretan: Es ist Sache der Politik, zu entscheiden, mit welchen Mitteln die Gleichstellung von Mann und Frau zu bewerkstelligen ist. Ob es dazu eine Frauenquote braucht, möchte ich offenlassen. Ich finde, es soll diejenige Person eine Kaderstelle erhalten, die am besten dafür geeignet ist. Dabei zählen nicht nur fachliche Qualifikationen, sondern auch menschliche. Dass Frauen in der Regel andere Führungsqualitäten aufweisen als Männer, ist bekannt. Eine gesunde Durchmischung ist meines Erachtens für einen Betrieb sicherlich bereichernd.

Hinweis: Das Interview wurde auf Wunsch schriftlich geführt.

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