LUZERN: Sieger für Rathausen-Projekt gewählt

Die Sieger für den Neubau von 90 Wohnplätzen und die Klostersanierung in Rathausen im Auftrag der Stiftung für Schwerbehinderte Luzern (SSBL) stehen fest. Sieger für das unter dem Namen «Masterplan Rathausen» laufende Projekt sind zwei Luzerner Architekturbüros.

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So sollen die Wohnheime der Stiftung für Schwerbehinderte Luzern dereinst aussehen. (Bild: Visualisierung / pd)

So sollen die Wohnheime der Stiftung für Schwerbehinderte Luzern dereinst aussehen. (Bild: Visualisierung / pd)

Mit der Realisierung der neuen Wohnheime wird das Büro ro.ma. architekten von Philipp Röösli und Christian Mäder aus Luzern beauftragt, informiert die Stiftung SSBL. Die 90 Wohnplätze werden in drei quadratischen, dreistöckigen, versetzt platzierten Wohnheimen realisiert. Die Jury besonders überzeugt hat die durchdachte Anordnung der Gebäude und Innenräume, die hohe Funktionalität, die Wirtschaftlichkeit und energiebewusste Planung. Der durchdachte Grundriss berücksichtigt die besonderen Bedürfnisse der Menschen mit einer Behinderung.

«ora et labora» in der Klosteranlage

Den Zuschlag für die Sanierung der historischen Klosteranlagen erhält das Büro Luchsinger Architekten AG, ebenfalls aus Luzern. Die Jury habe mit dieser Wahl die hohe Sensibilität des Architektenteams im Umgang mit dem denkmalgeschützten Kloster honoriert. Der Charakter der ehemaligen Klosteranlage bleibe erhalten und gleichzeitig entstünden flexibel nutzbare Räume für die Zwecke der Stiftung. Geplant sind Beschäftigungsräume für Menschen mit Behinderung, Büros, Sitzungszimmer, eine Erweiterung des Personalrestaurants sowie ein öffentlicher Besinnungsraum. Dies sei ganz nach dem Leitgedanken «ora et labora» der Benediktiner, meinte Margrit Fischer-Willimann, Stiftungsratspräsidentin der SSBL. Es würden Atelierräume und Rückzugsmöglichkeiten kombiniert.

Im Klosterbau sollen raumtrennende, möbelartige Elemente Rückzugsräume schaffen. (Bild: Visualisierung / pd)

Im Klosterbau sollen raumtrennende, möbelartige Elemente Rückzugsräume schaffen. (Bild: Visualisierung / pd)

Im Dachgeschoss des Klosters entstehen grosszügige, lediglich durch Glas getrennte Räume. (Bild: Visualisierung / pd)

Im Dachgeschoss des Klosters entstehen grosszügige, lediglich durch Glas getrennte Räume. (Bild: Visualisierung / pd)

Finanzierung Klostersanierung noch unklar

Die Kosten von 32.16 Millionen Franken für den Neubau und die neuen Arbeitsräume im Kloster sollen über das Gesetz für soziale Einrichtungen (SEG) finanziert werden. Für die Klostersanierung, welche insgesamt 6.95 Millionen Franken kosten wird, ist die Unterstützungsanfrage beim Luzerner Regierungsrat noch offen. Der Stiftungsrat wird über die definitive Realisierung des Gesamtprojektes entscheiden, sobald die Finanziereung der Klosteranlage gesichert ist. Die Gesamtkosten mit ergänzenden Projekte belaufen sich auf 44.7 Millionen Franken. Die Baueingabe für die definitiven Projekte ist für das erst Quartal 2014 vorgesehen.

pd/spe

Hinweis: Details zum Sigerprojekt Neubau, Details zum Siegerprojekt Kloster