LUZERN: Sitzbänke: So machen es die Anderen

Sitzbänkli zu entfernen – das ist in anderen Schweizer Touristenorten undenkbar. Viele setzen auf Sponsoring.

Lena Berger
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Soll die Stadt Bänkli künftig sponsern lassen? Hier die Parkanlage beim Richard-Wagner-Museum auf Tribschen. (Bild Nadia Schärli)

Soll die Stadt Bänkli künftig sponsern lassen? Hier die Parkanlage beim Richard-Wagner-Museum auf Tribschen. (Bild Nadia Schärli)

Während die Stadt Luzern kaputte Sitzbänke künftig aus Spargründen nicht mehr ersetzen will, vermarkten Walliser Touristendörfer wie Zermatt oder Saas-Fee ihre romantischen Plätzchen schon seit Jahren. Mit Erfolg «verkaufen» sie Sitzbänke an Privatpersonen und lokale Firmen. «Bei uns werden durchschnittlich vier bis sechs Bänkli pro Jahr auf diese Weise ersetzt», sagt zum Beispiel Riccardo Del Pedro Pera von Saas-Fee-Tourismus. Die Gemeinde übernimmt die Installationskosten, der Tourismusverein die Organisation des Sponsorings.

Finanzierung über die Kurtaxe

Es gibt aber auch Gemeinden, in denen der Unterhalt von Sitzbänken über die Kurtaxen finanziert wird. Etwa in Interlaken. «Gerade die Bänkli an der Promenade werden von den Touristen rege genutzt – dass sie über die Kurtaxe bezahlt werden, finde ich daher gerechtfertigt», erklärt Werkhofleiter Andreas Michel.

Dass Kurtaxen-Gelder auch in Luzern für Sitzbänke genutzt werden könnten, ist gemäss Sibylle Gerardi, Sprecherin von Luzern Tourismus, nicht vorgesehen. Das Kurtaxenreglement schreibe vor, dass diese für Übernachtungsgäste eingesetzt würden. In der Idee, Bänkli sponsern zu lassen, sieht Gerardi aber Potenzial. Die Stadt ist gemäss Stadtingenieur Martin Bürgi gegenüber Sponsoringmodellen offen eingestellt.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen LZ und im E-Paper.

HINWEIS:
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