LUZERN: So isst man im neuen «Gütsch»

Seit Montag sind Hotel und Restaurant Gütsch wieder offen. Wir verraten Ihnen, wie das Essen ist und was es kostet.

Benno Mattli
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Betriebsassistentin Petra Ochsner am Montagabend beim Servieren. (Bild: Alexander von Däniken / Neue LZ)

Betriebsassistentin Petra Ochsner am Montagabend beim Servieren. (Bild: Alexander von Däniken / Neue LZ)

Fast auf den Tag genau zwei Jahre lang war das Restaurant im Hotel Château Gütsch geschlossen. Seit Montagabend nun ist es endlich wieder offen. Und – um es vorwegzunehmen – ein Besuch lohnt sich.
Als wir um 18 Uhr auf dem Gütsch eintreffen, sind mein Begleiter und ich die einzigen Gäste. Das aber ändert sich in der nächsten Stunde. Nach und nach kommen mehr Gäste, die wissen wollen, wie es sich im neuen «Gütsch» tafelt. Gespannt sind wir natürlich auf die Menü- und die Weinkarte, zumal beide auf der Internetseite des «Gütschs», die momentan erst auf Englisch verfügbar ist, nicht zu finden sind. Versprochen werden uns dort lediglich eine «herausragende, traditionelle Küche» und – mit Blick auf die Aussicht – «das spektakulärste Esserlebnis in Luzern».

Hauptspeisen ab 38 Franken

Die Menü- und die Weinkarte sind überschaubar. Auf Ersterer finden sich vier Vorspeisen, zwei Suppen, zwei Zwischengerichte, sechs Hauptspeisen – darunter ein Chateaubriand für mindestens zwei Personen – und vier Desserts. Die Hauptspeisen kosten zwischen 38 und 72 Franken pro Person. Auf der Weinkarte findet sich eine überschaubare Anzahl Weine aus der Schweiz – allerdings keine regionalen –, Deutschland, Italien, Spanien, Frankreich und der Neuen Welt. Der teuerste schlägt mit 290 Franken zu Buche (ein Rotwein Léoville-Las-Cases mit Jahrgang 1998 aus dem Bordeaux), der günstigste mit 42 Franken (ein Weisswein Pinot Grigio mit Jahrgang 2012 aus dem Veneto).

Wir entscheiden uns für schottischen Wildlachs und ein Duo vom Rind als Vorspeisen, einen geschmorten Rindsschulterspitz und ein Zanderfilet als Hauptspeisen sowie einen Schokoladenkuchen und eine Vanillecrème brûlée als Dessert. Das Essen ist gut, insbesondere die Desserts sind sensationell. Allerdings ist anzumerken, dass die Portionen doch eher klein geraten sind. Die Rechnung inklusive vier Bieren und eines Barbera d’Alba Bramé 2011: etwas über 250 Franken.

Unser Fazit: Ein Besuch im neuen Restaurant Gütsch lohnt sich. Zumal sich Hoteldirektor Gérard Olivier Kuhn (33) und das ganze Team rührend um die Gäste kümmern. Kuhn hat uns zudem versprochen, dass die Weinkarte noch ausgebaut und die Portionsgrössen angepasst werden sollen – je nach den Erfahrungen der ersten Tage. Küchenchef Andreas Haseloh (35), der zuvor mit 15 Gault-Millau-Punkten im «Lenkerhof» in Lenk gekocht hat, dürfte jedenfalls auch bei den Luzerner Gourmets punkten. Und wer nicht zum Abendessen auf den Gütsch will, sondern nur die Aussicht geniessen will, kann auch dies tun: Ab Donnerstag ist der Gütsch jeweils ab 12 Uhr offen – nicht nur für Gourmets, sondern für alle Stadtluzernerinnen und Stadtluzerner.

Gütsch Bar (Bild: Château Gütsch Immobilien AG)
39 Bilder
Gütsch Bar (Bild: Château Gütsch Immobilien AG)
Gütsch Bar (Bild: Château Gütsch Immobilien AG)
Alexander Suite (Bild: Château Gütsch Immobilien AG)
Majorelle Suite (Bild: Château Gütsch Immobilien AG)
Queen Victoria Suite (Bild: Château Gütsch Immobilien AG)
Queen Victoria Suite (Bild: Château Gütsch Immobilien AG)
Restaurant (Bild: Château Gütsch Immobilien AG)
Doppelzimmer (Bild: Château Gütsch Immobilien AG)
Doppelzimmer (Bild: Château Gütsch Immobilien AG)
Doppelzimmer (Bild: Château Gütsch Immobilien AG)
Die folgenden Bilder stammen vom 15. März, knapp 1,5 Monate vor Eröffnung. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Bild: Pius Amrein / Neue LZ
Bild: Pius Amrein / Neue LZ
Bild: Pius Amrein / Neue LZ
Bild: Pius Amrein / Neue LZ
Bild: Pius Amrein / Neue LZ
Bild: Pius Amrein / Neue LZ
Bild: Pius Amrein / Neue LZ
Bild: Pius Amrein / Neue LZ
Bild: Pius Amrein / Neue LZ
Bild: Pius Amrein / Neue LZ
Bild: Pius Amrein / Neue LZ
Bild: Pius Amrein / Neue LZ
Bild: Pius Amrein / Neue LZ
Bild: Pius Amrein / Neue LZ
Michael Millership im Gespräch mit Innenarchitekt Martyn Lawrence. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Bild: Pius Amrein / Neue LZ
Bild: Pius Amrein / Neue LZ
Bild: Pius Amrein / Neue LZ
Bild: Pius Amrein / Neue LZ
Bild: Pius Amrein / Neue LZ
Bild: Pius Amrein / Neue LZ
Bild: Pius Amrein / Neue LZ
Bild: Pius Amrein / Neue LZ
Bild: Pius Amrein / Neue LZ
Bild: Pius Amrein / Neue LZ
Bild: Pius Amrein / Neue LZ
Bild: Pius Amrein / Neue LZ

Gütsch Bar (Bild: Château Gütsch Immobilien AG)