LUZERN: Solaranlagen auf Luzerner Hausdächern

Die Jungen Grünen wollen die Sonnenergie ausbauen. Sie sammelten Unterschriften für eine intensivere Nutzung der Flachdächer in der Stadt Luzern – dies in Rekordzeit.

Drucken
Teilen
So wie auf dem Riffig-Schulhaus in Emmen, sollen auch auf Luzerns Dächern vermehrt Solaranlagen stehen. (Archivbild Neue LZ)

So wie auf dem Riffig-Schulhaus in Emmen, sollen auch auf Luzerns Dächern vermehrt Solaranlagen stehen. (Archivbild Neue LZ)

Lanciert wird die Initiative am 5. Oktober. Das Ziel: Innert 24 Stunden sollen die nötigen 800 Unterschriften zusammenkommen. Den Jungen Grünen ist es gelungen, diese Anzahl Unterschriften innert sieben Stunden zu sammeln.

«Es ist leider so, dass viel Fläche auf Flachdächern noch ungenützt ist», wird Grossstadtrat Laurin Murer in einer Mitteilung zitiert.Die Initianten sind der Ansicht, dass es auf Flachdächer in der Stadt Luzern nur zwei sinnvolle Nutzungen gibt. Die eine Nutzung ist eine Terrasse, die andere ist ein begrüntes Dach kombiniert mit Solarenergienutzung. Deshalb wollen die Jungen Grünen, dass in Zukunft nur noch diese beiden Varianten gebaut werden dürfen.

Laut Initiativtext sind die Vorschriften per sofort bei Neubauten und umfassenden Renovationen anzuwenden, bei bestehenden Bauten sind sie innert 10 Jahren umzusetzen. Die Initianten hatten zwei Monate Zeit, 800 Unterschriften zu sammeln.

In der Stadt Zürich hat der Stadtrat eine ähnliche Initiative für ungültig erklärt, da sie gegen das kantonale Planungs- und Baugesetz verstösst. Er hat einen Gegenvorschlag vorgelegt, in dem die Begrünung nur dann angeordnet werden kann, wenn sie «technisch und betrieblich möglich und wirtschaftlich tragbar ist».

pd/rem/chg