LUZERN: Solarpreise nach Altbüron, Luthern und Triengen

Am Montag sind in Genf die Schweizer Solarpreise verliehen worden. Unter den Preisträgern sind auch die Gemeinde Altbüron, ein Sägewerk in Luthern und ein Holzbau-Geschäft in Triengen.

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Das Sägewerk Christen in Luthern. (Bild: PD)

Das Sägewerk Christen in Luthern. (Bild: PD)

Die 12 Auszeichnungen gehen an Persönlichkeiten, Institutionen, Neubauten, Sanierungen und Solaranlagen in der Schweiz.

Drei der Solaranlage der Gemeinde Altbüron. (Bild: PD)

Drei der Solaranlage der Gemeinde Altbüron. (Bild: PD)

Darunter befindet sich auch die Gemeinde Altbüron. Sie fördere intensiv Photovoltaik-Anlagen, den Wärmeverbund und den Einsatz von erneuerbaren Energien, teilte die Solar Agentur Schweiz mit. Seit Mai sind alle gemeindeeigenen Gebäude mit einer Solaranlage ausgestattet.

Die installierte Leistung aller Anlagen gehört mit 1‘540 kWp oder 1‘620 Wp pro Einwohner (der CH-Durchschnitt liegt bei 50 Wp/Person) zu den höchsten in der Schweiz und Europa. Pro Einwohner ergeben sich in Altbüron 10,8 Quadratmeter Solarfläche, im Vergleich zu 38 cm2 im Schweizer Durchschnitt. 32% des gesamten Strombedarfs der Gemeinde Altbüron wird mittels Solarstrom gedeckt. «Ein Solarstrom-Rekord, der in der Schweiz seinesgleichen sucht», heisst es weiter.

Blick in das Sägewerk, mit der Solaranlage auf dem Dach. (Bild: PD)

Blick in das Sägewerk, mit der Solaranlage auf dem Dach. (Bild: PD)

Mit dem erstmals vergebenene PlusEnergieBau-Solarpreis wird das Sägewerk Christen in Luthern ausgezeichnet. Eigentümer Bruno Christen realisierte landesweit das erste energieautarke Sägewerk.
Dabei setzte er auf ein neuartiges Montagesystem für eine optimal ganzflächig integrierte Solaranlage mit Wasserführung ohne Unterdach. Die insgesamt 6‘000 Quadratmeter grossen Solaranlagen auf allen Dächern des Sägewerks in Luthern produzieren mit 910 kWp im „nassen Jahr“ 2013 621‘000 kWh/a. In einem Durchschnittsjahr erzeugen sie etwa 15-20 Prozent mehr. Dazu erzeugt das Werk in Luthern noch rund 8.5 GWh/a Wärmeenergie, welche die Gemeinde versorgt. Wird nur der Energiebedarf des Betriebes in Luthern berücksichtigt, resultiert daraus ein Eigenversorgungsgrad von 454 Prozent.

Die Sieber Holzbau AG in Triengen. (Bild: PD)

Die Sieber Holzbau AG in Triengen. (Bild: PD)

Mit einem PlusEnergieBau Diplom ausgezeichnet worden ist dieSieber Holzbau in Triengen. Sie erstellt umweltverträgliche und mit Stroh gedämmte Holzelementhäuser. Die Anlage kann jährlich rund 100'000 kWh als Solarstromüberschuss ins öffentliche Netz einspeisen. Damit könnten 75 Elektromobile jährlich rund 15‘000 km emissionsfrei fahren. Dieser Gewerbebau in Triengen weist eine Eigenenergieversorgung von
264 Prozent auf.

Mit solchen Bauten könne der grösste Energiebeitrag für die Energiewende geleistet werden, teilte die Solar Agentur Schweiz am Montag mit. Der Preis ist zum 23. Mal vergeben worden.

pd/rem