LUZERN: Sozialhilfe-Zweckverband in finanzieller Schieflage

Der Luzerner Zweckverband für institutionelle Sozialhilfe und Gesundheitsförderung (ZiSG) kämpft gegen Defizite. Er reduziert seine Unterstützungsleistungen und erhöht die Pro-Kopf-Beiträge des Kantons und der Gemeinden.

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Auch die Pro Infirmis wird von der ZiSG unterstützt. Im Bild die aktuelle Kampagne «Angst lähmt» von Pro Infirmis. (Bild: PD)

Auch die Pro Infirmis wird von der ZiSG unterstützt. Im Bild die aktuelle Kampagne «Angst lähmt» von Pro Infirmis. (Bild: PD)

Wie der ZiSG am Mittwoch mitteilte, haben die Delegierten letzten Freitag einer neuen Finanzstrategie zugestimmt. Diese wurde nötig, weil die Eigenmittel ohne Gegenmassnahmen bald aufgebracht sind.

2012, 2014 und 2015 waren die Kosten der vertraglich vereinbarten Leistungen grösser als die Erträge. Für 2016 ist ein Defizit von 230'000 Franken budgetiert.

Gemäss Homepage unterstützt der ZiSG jährlich 17 soziale Organisationen mit jährlich knapp 7 Millionen Franken. Die Delegierten beschlossen, diese Beiträge in den Jahren 2017 bis 2019 um insgesamt 350'000 Franken zu reduzieren sowie eine Erhöhung der Pro-Kopf-Beiträge um 25 Rappen auf 8,80 Franken.

Die ZiSG unterstützt Organisationen wie die Aids Hilfe, die Frauenzentrale, die IG Arbeit oder den Verein Kirchliche Gassenarbeit, Fachstellen oder die Pro Infirmis und die Pro Senectute. (sda)