LUZERN: Sozialinspektor deckt 28 Betrugsfälle auf

Der Emmer Sozialinspektor hat im vergangenen Jahr Betrugsfälle mit einer Schadensumme von fast einer Million Franken aufgedeckt. Das ist Rekord.

Luzia Mattmann
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Häufig gehe es laut Fabian Albisser, Emmer Sozialinspektor, bei den Betrügereien um Schwarzarbeit. (Symbolbild) (Bild: Archiv Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Häufig gehe es laut Fabian Albisser, Emmer Sozialinspektor, bei den Betrügereien um Schwarzarbeit. (Symbolbild) (Bild: Archiv Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Der Emmer Sozialinspektor Fabian Albisser hat im vergangenen Jahr 28 Fälle von Sozialhilfebetrug aufgedeckt. Die Deliktsumme lag bei über 900 000 Franken. Das ist fast dreimal so viel wie 2012 (350 000 Franken).

Den grössten Betrugsfall hat Albisser, der in insgesamt 15 Gemeinden tätig ist, in Emmen aufgedeckt. Die Deliktsumme lag hier bei 300 000 Franken. Details möchte Albisser auf Grund der noch laufenden Untersuchungen nicht preisgeben.

Ein typisches Profil der Sozialhilfebetrüger gebe es nicht, sagt Albisser. Häufig gehe es bei den Betrügereien um Schwarzarbeit. «Wir hatten beispielsweise einen Fall, bei dem ein Mann Sozialhilfe bezog und gleichzeitig Teilzeit als Taxifahrer arbeitete und so doppelt Geld einstrich», sagt er. In einem anderen Fall hätten die Sozialhilfebetrüger abends bis in die Nacht in einem Restaurant gearbeitet und gleichzeitig Sozialhilfe kassiert. Rolf Born, Gemeindepräsident von Emmen: «Gerade in grossen Fällen tun die Betrüger alles, um ihr Tun zu verschleiern. Je professioneller die Fälle untersucht werden, desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir sie aufdecken können», sagt Born. Deshalb habe man seinerzeit die Stelle des Sozialinspektors eingeführt: damit nicht die Sozialarbeiter die Dossiers nebst ihrer Arbeit durchkämmen müssen.