LUZERN: Sparen auf dem Buckel schwacher Schüler?

Fast die Hälfte der Gemeinden bieten auf Primarstufe weniger Förderlektionen an, als der Kanton vorschreibt. Der Lehrerverband vermutet dahinter Kalkül.

Lena Berger
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Klassenlehrer sind bei der Förderung von lernschwachen Schülern auf die Unterstützung von spezialisierten Lehrpersonen angewiesen - nicht überall aber erhalten sie genügend Support. (Symbolbild) (Bild: Keystone / Jockel Finck)

Klassenlehrer sind bei der Förderung von lernschwachen Schülern auf die Unterstützung von spezialisierten Lehrpersonen angewiesen - nicht überall aber erhalten sie genügend Support. (Symbolbild) (Bild: Keystone / Jockel Finck)

Seit die Kleinklassen vor drei Jahren abgeschafft wurden, sollen lernschwache Schüler mit integrativer Förderung (kurz IF) betreut und unterstützt werden. Vom Kanton gibt es diesbezüglich klare Vorgaben an die Gemeinden, respektive die Pensen, einsetzen. Eine Untersuchung zeigt nun aber, dass sich längst nicht alle Schulen daran halten. Im vergangenen Schuljahr haben rund 37 Prozent der Schulen die Vorgaben des Kantons nicht erfüllt. Im laufenden Schuljahr, das demnächst beendet wird, waren es gar über 42 Prozent, die bei den Förderlektionen gespart haben. Beim Lehrerinnen- und Lehrerverband schüttelt man darob den Kopf. Man vermutet, dass die Gemeinden in Sachen IF bewusst den Sparhebel ansetzen.