LUZERN: Sparen bei Sitzbänken – Stadtrat unter Beschuss

Dass die Stadt alte und kaputte Sitzbänke nicht mehr ersetzen will, sorgt für Wirbel. Die Quartiervereine verlangen eine Aussprache, SP, Grüne und FDP werden aktiv.

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Noch kann man auf allen Sitzbänken am Luzerner Seeufer verweilen - wie die beiden Frauen am Montag am Carl-Spitteler-Quai. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Noch kann man auf allen Sitzbänken am Luzerner Seeufer verweilen - wie die beiden Frauen am Montag am Carl-Spitteler-Quai. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Die geplante Sparmassnahme der Stadt Luzern, wonach alte und kaputte Sitzbänke ab dem Jahr 2015 nicht mehr ersetzt werden, sorgt mächtig für Wirbel. Nachdem unsere Zeitung dies am Montag publik gemacht hat, reagieren nun die Quartiervereine und die politischen Parteien – und sie sparen nicht mit harscher Kritik am Luzerner Stadtrat.

«Inakzeptabel»

So ärgert sich etwa Hugo P. Stadelmann, Präsident des Verbandes der Quartiervereine der Stadt Luzern und FDP-Grossstadtrat, über den Umstand, dass Direktbetroffene wie Quartiervereine nicht über diese Sparmassnahme informiert worden sind. «Das geht so nicht. Diese ‹Kommunikationspolitik› des Stadtrates ist inakzeptabel», so Stadelmann. Er wird deshalb Stadtpräsident Stefan Roth um eine Aussprache mit den Quartiervereinspräsidenten bitten.

Vorstösse angekündigt

Aktiv werden auch die Parteien. So kündigen SP, Grüne und FDP Vorstösse an. Die SP will den Stadtrat auffordern, nach alternativen Finanzierungsmöglichkeiten zu suchen. Insbesondere solle geprüft werden, ob die Kurtaxe zur Finanzierung herangezogen werden kann, ob profitierende Unternehmen (zum Beispiel Take-Aways oder Uhrengeschäfte) zur Kasse gebeten werden können oder ob ein Sponsoringmodell («Dieses Bänkli ist gesponsert von XY») eine Lösung wäre.

Benno Mattli

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