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LUZERN: SRF entschuldigt sich bei Sepp Riedener für den Luzerner Tatort

Ein Namensfauxpas hat vor der Austrahlung des neuen Tatorts für böses Blut gesorgt. Doch Seelsorger Sepp Riedener gewinnt dem Fiasko inzwischen auch Positives ab.
Lena Berger
Das SRF entschuldigte sich mittlerweile für den Namensfauxpas beim Stadtluzerner Seelsorger Sepp Riedener. Sepp Rieder (links) ist eine brutale Filmfigur im neuen Tatort. (Bild: SRF / Daniel Winkler)

Das SRF entschuldigte sich mittlerweile für den Namensfauxpas beim Stadtluzerner Seelsorger Sepp Riedener. Sepp Rieder (links) ist eine brutale Filmfigur im neuen Tatort. (Bild: SRF / Daniel Winkler)

Lena Berger

Manch ein Zuschauer wird gestockt haben, als im Luzerner Tatort letzte Woche ein Waffenhändler zum ersten Mal auf der Bildfläche erschien. Der Mann ist ein widerwärtiger Typ, der ohne mit der Wimper zu zucken eine wehrlose Drogensüchtige brutal verprügelt – und in der Folge auch vor Schlimmerem nicht zurückschreckt.

Die Brutalität ist realistisch

Ausgerechnet ihn haben die Tatort-Macher Sepp Rieder genannt. Gerademal zwei Buchstaben unterscheiden den Namen von dem des stadtbekannten Luzerner Seelsorgers Sepp Riedener, der die Gassenarbeit gründete und sich seit Jahrzehnten für Drogenabhängige einsetzt (Ausgabe vom 28. Juni).

Dies sorgte bei vielen Luzerner für Entrüstung – auch mehrere Leserbriefe erreichten unsere Redaktion. Zum allerersten Mal hat sich Sepp Riedener letzten Sonntag deshalb einen Tatort angeschaut. Er sieht sich bestätigt: «Das ist eine ganz schlimme Figur. Das Traurige ist nur, dass ich die ganze Thematik aus nächster Nähe kenne – und im Verlaufe meines beruflichen Engagements solche Menschen erlebt habe. Die Brutalität im Film ist leider Realität.» Der Seelsorger kennt die Szene auf den Strassen Luzerns wie kaum ein anderer. Die Darstellung im Film bezeichnet er als «authentisch».

Werbung für die Gassenarbeit

Dass die Luzerner Zuschauer diese brutale Figur durch die Namensähnlichkeit wohl automatisch mit ihm in Verbindung gebracht haben, ist Riedener noch immer nicht recht. «Ich habe inzwischen aber einen Anruf von den Tatort-Verantwortlichen erhalten, die sich offiziell entschuldigt haben. Sie haben eingeräumt, dass in diesem Fall schlecht recherchiert wurde», erklärt Riedener. «Ich habe diese Entschuldigung entgegengenommen und ziehe damit einen Strich unter die Angelegenheit.»

Einen positiven Aspekt sieht Sepp Riedener an der ganze Sache. «Ich habe viele Mails und Briefe erhalten, die sich alle positiv geäussert haben. Das hat mich sehr gefreut. Die entstandene Diskussion hatte insofern einen Werbeeffekt für die Luzerner Gassenarbeit.»

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