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LUZERN: St. Anna: Bis 2021 entsteht ein modernes Pflegeheim

Das Baugesuch für das neue Alterszentrum St. Anna wird demnächst eingereicht. Um die Anwohner vom Baustellenverkehr zu entlasten, hat man eine ungewöhnliche Lösung gefunden.
Hier entsteht in den nächsten Jahren eine Grossbaustelle: Das Haus St. Raphael (links) wird abgerissen. Über dem Dach der Kapelle nebenan wird ein Wendeplatz realisiert – die LKW sollen diesen von hinten her (Rigistrasse) anfahren. (Bild: Corinne Glanzmann (Luzern, 29. Mai 2017))

Hier entsteht in den nächsten Jahren eine Grossbaustelle: Das Haus St. Raphael (links) wird abgerissen. Über dem Dach der Kapelle nebenan wird ein Wendeplatz realisiert – die LKW sollen diesen von hinten her (Rigistrasse) anfahren. (Bild: Corinne Glanzmann (Luzern, 29. Mai 2017))

Die Stiftung St. Anna will die beiden Gebäude St. Raphael und Marienheim abreissen und durch einen Neubau ersetzen. In den nächsten Tagen wird das Baugesuch eingereicht. Der Neubau soll 2021 eröffnet werden und Platz für sechs Pflegewohngruppen mit 50 Betten sowie 18 Wohnungen für begleitetes Wohnen bieten.

Das St.-Anna-Areal wird also in den nächsten Jahren zur Grossbaustelle – nicht nur wegen des Alterszentrums, sondern auch wegen der Hirslanden-Klinik, die ebenfalls grosse Ausbaupläne hat (siehe Kasten). Die bevorstehende Bautätigkeit hat im Quartier für Kritik gesorgt. Deshalb ist 2015 ein Nachbarschafts-Beirat unter dem Vorsitz des früheren Stadtrats Kurt Bieder ins Leben gerufen worden (wir berichteten). Dieser runde Tisch suchte nach Lösungen, wie der Baustellenverkehr möglichst anwohnerverträglich geregelt werden kann.

LKW fahren aufs Kapellendach

Auf diese Frage hat man eine spektakuläre Antwort gefunden. So erfolgt die Zufahrt für die Lastwagen von oben, von der Klinik her. Über dem Flachdach der St.-Anna-Kapelle entsteht eine Plattform, auf der die Lastwagen wenden können. Dadurch wird die Tivolistrasse vom Baustellenverkehr weitgehend verschont. Doch auch nach Ende der Bauzeit soll die Tivolistrasse möglichst wenig tangiert werden. So wird eingangs der Strasse eine neue Tiefgarage mit 70 Plätzen gebaut. Von dort gelangen Mitarbeiter, Besucher und Lieferanten künftig per Lift direkt zum neuen Alterszentrum. Sie müssen also nicht bis zum Haupteingang am Ende der Tivolistrasse fahren.

Die Stiftung St. Anna bietet unterhalb der St.-Anna-Klinik Alterswohnungen und Pflegeplätze an. Diese sind auf verschiedene Gebäude verteilt. Ein Teil davon ist für betagte Ordensleute reserviert. Das Hauptgebäude ist das 1980 erbaute Pflegeheim St. Raphael. Dieses sowie das benachbarte Marienheim genügen den heutigen Ansprüchen nicht mehr und sollen dem Neubau weichen. Für die dreijährige Bauzeit erhalten die Bewohner in einem Provisorium in Ebikon Unterschlupf. 2021 zügeln sie dann ins neue Alterszentrum zurück. Zusammen mit den bestehenden Häusern Tivoli und Rosenhalde werden dann 130 Wohn- und Pflegeplätze zur Verfügung stehen. Das gesamte Bauprojekt kostet 50 Millionen Franken.

Robert Knobel

robert.knobel@luzernerzeitung.ch

So soll das neue Alterszentrum dereinst aussehen. (Bild: Visualisierung PD)

So soll das neue Alterszentrum dereinst aussehen. (Bild: Visualisierung PD)

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