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LUZERN / ST. GALLEN: Ermittlungen gegen Fussball-Chaoten

Die Luzerner Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eröffnet gegen drei Fans des FC St. Gallen. Sie hatten im April im Stadion ein Transparent mit der Aufschrift «Fussball macht frei» hoch gehalten. Doch auch gegen einen Luzerner läuft ein Verfahren.
Sowohl gegen Chaoten des FC St. Gallen als auch gegen eine Person aus dem Umfeld des FC Luzern laufen Verfahren (Themenbild). (Archivbild Neue LZ)

Sowohl gegen Chaoten des FC St. Gallen als auch gegen eine Person aus dem Umfeld des FC Luzern laufen Verfahren (Themenbild). (Archivbild Neue LZ)

Gegen die drei Männer sei ein Strafverfahren eröffnet worden wegen Verdachts auf Verstoss gegen die Rassismus-Strafnorm, sagte ein Sprecher der Luzerner Staatsanwaltschaft am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Die drei Personen seien aufgrund von Fotoaufnahmen aus dem Stadion und mit Hilfe der St. Galler Polizei als mögliche Täter identifiziert worden, sagte der Sprecher. Die Verdächtigen würden nun befragt.

Der Vorfall ereignete sich am 30. April in der Luzerner Swisspor-Arena an einem Super-League-Spiel zwischen dem FC Luzern und dem FC St. Gallen. Das Spruchband wurde im Zuschauerraum des Gästesektors ausgerollt.

Der auf einem weissen Transparent gehisste Schriftzug erinnert an die Inschrift "Arbeit macht frei" aus mehreren Konzentrationslagern der Nazis. In den Vernichtungslagern wurden im Zweiten Weltkrieg Millionen von Menschen ermordet.

Der FC St. Gallen hatte nach Bekanntwerden das Spruchband in einer Mitteilung verurteilt. Spieler, Funktionäre und Angestellte distanzierten sich entschieden vom aufgehängten Banner. Rassistische, religiöse, politische oder andere extremistische Propaganda hätten in der Gesellschaft und im Fussball nichts verloren.

Ermittlungen gegen FCL-Chaot

Auch die St. Galler Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen Chaoten aus dem Umfeld des FC Luzern. Nach dem Spiel FC St. Gallen - FC Luzern sind im Extrazug nach Luzern drei Transportpolizisten der SBB von drei vermummten Anhängern des FC Luzern tätlich angegriffen worden. Zwei konnten mittlerweile identifiziert werden. Nun sucht die Staatsanwaltschaft St. Gallen noch nach einem Mann. Dies teilte die Kantonspolizei am Montag mit. Der Mann hat die Möglichkeit, sich innert Wochenfrist bei der Kantonspolizei St. Gallen unter der Telefonnummer 058 229 49 49 zu melden. Ohne Meldung werden am nächsten Montag verpixelte Bilder des gesuchten Mannes veröffentlicht. Wiederum eine Woche später würden die Bilder des bis dahin nicht identifizierten Mannes unverpixelt veröffentlicht.

Bereits im Februar war es am Rande einer Begegnung zwischen dem FC Luzern und dem FC St. Gallen zu einem Zwischenfall gekommen. Dabei führte ein als Jude kostümierter Luzerner Fan die Spitze eines Fanzugs durch die Stadt an. Laut der St. Galler Staatsanwaltschaft könne die Aktion verletzend wirken, die Grenze zur Strafbarkeit sei aber nicht überschritten worden. Sie verzichtete auf die Eröffnung eines Strafverfahrens.

sda/rem

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