LUZERN / ST. GALLEN: Luzerner Chaot stellt sich der Polizei

Die St.Galler Staatsanwaltschaft macht ihre Drohung wahr: Sie fahndet seit Montag öffentlich nach einem Anhänger des FC Luzern, der einen Transportpolizisten der SBB tätlich angegriffen haben soll. Der Täter hat sich mittlerweile gestellt.

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Das Spiel zwischen dem FC St.Gallen und dem FC Luzern von Mitte Februar hatte es in sich: Schlagzeilen machte zum einen der Marsch der Innerschweizer Anhänger vom Bahnhof Winkeln zur AFG Arena - als Anführer fungierte ein als Jude verkleideter Luzerner Anhänger mit FCSG-Schal. Nach dem Spiel griffen drei Luzerner Anhänger im Extrazug zurück in die Zentralschweiz dann drei Transportpolizisten an. Nun hat die St.Galler Staatsanwaltschaft am Montagmorgen zum Mittel der Öffentlichkeitsfahndung gegriffen, um den letzten der drei Täter zu identifizieren.

Weil bis anhin trotz eines entsprechenden Aufrufs noch keine Hinweise eingegangen sind, die zur Identifizierung des Mannes geführt haben, hat die Staatsanwaltschaft dessen verpixelte Bilder veröffentlicht. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, Hinweise zur Identifizierung des Luzerner Anhängers an die Kantonspolizei St.Gallen zu melden.

Mittlerweile habe sich der Schweizer aus dem Kanton Luzern selber gemeldet, teilt die Kantonspolizei St. Gallen am Nachmittag auf ihrer Website mit. Die Personalien seien an die Staatsanwaltschaft übermittelt worden. Aufgrund der laufenden Ermittlungen macht die Kantonspolizei keine weiteren Angaben.

kapo/dwa/spe/rem