LUZERN: Staatsanwaltschaft sucht Fussball-Chaoten

Die Staatsanwaltschaft Luzern gibt den Randalierern, die am 25. Mai in der Stadt Luzern gewütet haben, eine Galgenfrist. Wer sich nicht bei ihr bis am nächsten Sonntag meldet, wird mit Foto im Internet veröffentlicht.

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Zürcher Chaoten wüten mit Eisenstangen vor dem Café Volta in der Voltastrasse. Kurz darauf kommts zu Krawallen. (Bild: PD)

Zürcher Chaoten wüten mit Eisenstangen vor dem Café Volta in der Voltastrasse. Kurz darauf kommts zu Krawallen. (Bild: PD)

Die Anwohner ganzer Strassenzüge wurden am 25. Mai in Angst und Schrecken versetzt. Chaoten des FC Luzern und des FC Zürich lieferten sich nach dem Super-League-Fussballspiel am Abend wilde Strassenschlachten, wobei auch Privatautos und Wohnhäuser beschädigt wurden. Dies insbesondere entlang der Eschen- und der Voltastrasse, aber auch etwa an der Biregg- und der Bleicherstrasse. Die Gruppierungen mussten von der Polizei unter Einsatz von Gummischrot getrennt werden. Zwei Personen wurden damals festgenommen.

Wie die Luzerner Staatsanwaltschaft am Montag mitteilt, hat sie nun vorhandenes Bildmaterial ausgewertet. Bisher konnten 13 Randalierer identifiziert werden. Dabei handelt es sich um 12 Chaoten vom FC Zürich und einen Chaoten aus dem Umfeld des FC Luzern.

Um die Identität von 21 weiteren, bisher unbekannten Personen zu klären, hat die Luzerner Staatsanwaltschaft ein dreistufiges Verfahren vorgesehen:
 
1.  Meldefrist bis 30. August / 12 Uhr: Die unbekannten Personen, welche an den Ausschreitungen beteiligt waren, erhalten eine Meldefrist bis zum Sonntag, 30. August, 12 Uhr. Beteiligte können sich telefonisch bei der Luzerner Polizei (Tel. 041 248 81 17) melden. Die Fotos der Personen, welche sich selber stellen, werden nicht publiziert.

2. Publikation verpixelter Fotos am 7. September: Nach Ablauf der Meldefrist werden verpixelte Täterfotos der bisher nicht identifizierten Personen auf der Homepage der Luzerner Polizei publiziert.
 
3. Publikation unverpixelter Fotos bis Ende September:Die zweite Meldefrist läuft bis zum Freitag 11. September, 12 Uhr. Im Nachgang (bis spätestens Ende September) wird die Staatsanwaltschaft Luzern die unverpixelten Täterfotos der bisher nicht identifizierten Personen auf der Homepage der Luzerner Polizei publizieren.

Die Staatsanwaltschaft Luzern hofft mit diesem Vorgehen, die Randalierer zu schnappen.

pd/rem

Zürcher Chaoten wüten mit Eisenstangen vor dem Café Volta in der Volta­strasse. (Bild: Leserreporter)
11 Bilder
Darauf kommts zur Krawalle (Bild: Leserreporter)
Gemäss Polizei wurde niemand verletzt. (Bild: Leserreporter)
Ein Mann liegt am Boden und wurde mutmasslich verprügelt. Passiert ist der Vorfall an der Ecke Bireggstrasse / Bleicherstrasse. (Bild: Leserreporter)
Der Wasserwerfer fährt auf und sorgt für Ruhe. (Bild: Leserreporter)
Aufruhr im Sektor D1, nachdem Zürcher Anhänger über den Zaun gestiegen sind und auf einen Luzerner eingeprügelt haben. (Bild: Philipp Schmidli)
Grossaufgebot der Polizei beim Bahnhof. (Bild: Leserreporter)
Vor dem Spiel: FCL-Anhänger blockierten die Seebrücke... (Bild: Neue LZ)
... zündeten Pyros... (Bild: Neue LZ)
... und marschierten in Richtung Allmend. (Bild: Neue LZ)
Ein Kleber zeugt vom Marsch der FCZ-Anhänger. (Bild: Neue LZ)

Zürcher Chaoten wüten mit Eisenstangen vor dem Café Volta in der Volta­strasse. (Bild: Leserreporter)