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LUZERN: Stadt bietet Hand für Jugendherberge im Verkehrshaus

Eine Jugendherberge im Verkehrshaus? Dieser Plan kommt bei den Behörden gut an. Und sie halten ihn für bewilligungsfähig – trotz problematischer Zone.
Christian Peter Meier
Hier, in diesem Büro-Hochhaus beim Verkehrshaus Luzern, soll eine Jugendherberge entstehen. (Bild Boris Bürgisser)

Hier, in diesem Büro-Hochhaus beim Verkehrshaus Luzern, soll eine Jugendherberge entstehen. (Bild Boris Bürgisser)

Christian Peter Meier

«Eine super Idee! Wenn sie noch nicht geboren wäre, müsste man sie sofort erfinden.» Luzerns Stadtarchitekt Jürg Rehsteiner gibt seiner Begeisterung gleich zu Beginn des Gesprächs Ausdruck. Es geht um die Pläne des Verkehrshauses, im dunkelbraunen Verwaltungshochhaus an der Lidostrasse eine Jugendherberge unterzubringen. Das Projekt ist zwar noch nicht spruchreif; doch haben sich der Verein Jugendherbergen Schweiz und das Verkehrshaus im Grundsatz auf eine Kooperation verständigt: Im Zuge der Sanierung des Gebäudes aus den Sechzigerjahren soll ein Jugi-Betrieb mit 200 bis 250 Betten eingerichtet werden. Diese Idee wird nun in einem Vorprojekt konkretisiert; es soll bis Ende Jahr vorliegen (Ausgabe von gestern).

Stadt nutzt Ermessensspielraum

Eine mögliche Knacknuss liegt in der Zonierung des Verkehrshausareals. Denn das landesweit bekannte Museum liegt in der Zone für öffentliche Zwecke, die einen Hotelbetrieb nicht ohne weiteres zulässt. «Allerdings umfasst das Verkehrshaus ja auch ein Kongresszentrum», sagt Rehsteiner. Darum sei man bei der Baudirektion der Stadt aufgrund einer ersten Anfrage des Verkehrshauses schon 2012 zum Schluss gekommen, ein Hotel auf dem Areal sei bewilligungsfähig. Ursprünglich plante das Verkehrshaus einen kommerziellen Betrieb. Rehsteiner: «Schon damals wurde ein enger Bezug zwischen dem Hotel und den übrigen Aktivitäten des Verkehrshauses nachgewiesen; darum hätte die Stadt die Umnutzung im Rahmen der gültigen Zone bewilligt.»

Nun steht aber eben kein kommerzielles Hotel mehr im Vordergrund, sondern ein Betrieb des nicht gewinnorientierten Vereins Schweizer Jugendherbergen. Was heisst das mit Blick auf die Zonenfrage? «Wir fühlen uns mit unserer Argumentation jetzt noch etwas mehr auf der sicheren Seite», sagt Rehsteiner. Wie so häufig bestehe auch hier ein Ermessensspielraum, und natürlich könne jemand mit einer Einsprache auf die Baubewilligung reagieren. Und was, wenn eine obere Instanz die Bewilligungsfähigkeit einer Jugendherberge in der Zone für öffentliche Zwecke anders beurteilen sollte? Dann würde eine Zonenänderung auf dem parlamentarischen Weg notwendig, wobei ein solcher Beschluss politisch bekämpft werden könnte. Das ist allerdings ein wenig wahrscheinliches Szenario: Eine nicht mit Steuergeldern finanzierte Jugendherberge dürfte kaum auf nennenswerte Opposition stossen.

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