LUZERN: Stadt Luzern gewinnt Gesundheitspreis

Für ihr erfolgreiches Projekt «zäme gsond onderwägs» erhält die Stadt Luzern den Grand Prix Suisse des AEPS «Gesundheit im Unternehmen 2016». Im Tiefbauamt der Stadt Luzern konnte mit gezielten Massnahmen die Gesundheit der Mitarbeitenden verbessert werden.

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Ergonomieschulung im Tiefbauamt der Stadt Luzern. (Bild: PD)

Ergonomieschulung im Tiefbauamt der Stadt Luzern. (Bild: PD)

Mit der Einführung des Absenzenmanagements bei der Stadt Luzern im Jahr 2007 gingen die Absenzzahlen im Tiefbauamt zurück, stiegen dann jedoch konstant wieder an. Die genauen Ursachen waren unklar. Deshalb gaben der Personalchef und der Chef des Tiefbauamtes den Auftrag, ein Projekt zur Förderung der Gesundheit am Arbeitsplatz durchzuführen, heisst es in einer Medienmitteilung der Stadt Luzern vom Donnerstag.

Das Projekt «zäme gsond onderwägs» dauerte von 2011 bis 2015. Das Ziel war, das Gesundheitsbewusstsein der Mitarbeitenden und Führungskräfte im Tiefbauamt der Stadt Luzern zu fördern und sie mit konkreten gesundheitsfördernden Massnahmen zu unterstützen, um die Absenzzahlen zu reduzieren. Auf Basis einer Gesundheitsanalyse wurden gezielte Massnahmen in den Bereichen Ernährung, Bewegung und Führungsentwicklung abgeleitet.

Luzerner Projekt «ein Paradebeispiel»

«Besonders unterstützend war, dass das Projekt insgesamt vier Jahre dauerte – nach dem Motto steter Tropfen höhlt den Stein – und dass die Führungskräfte und Mitarbeitenden in die Entwicklung der Massnahmen involviert waren und direkt mitgestalten konnten», erklärt Eveline Bucheli, Projektleiterin und Leiterin Fachstelle Gesundheitsmanagement. «Das Projekt der Stadt Luzern ist ein Paradebeispiel, wie mit massgeschneiderten, niederschwelligen und praxisbezogenen Massnahmen ein beachtlicher Wirkungs- und Nachhaltigkeitsgrad erreicht werden kann.»

Praxisbezogene Massnahmen

Eine Auswahl der umgesetzten Massnahmen im Tiefbauamt:

  • Die Mitarbeitenden des Tiefbauamts wurden für gesunde Zwischenverpflegungen und ausreichende Flüssigkeitszufuhr am Arbeitsplatz sensibilisiert.
  • Externe Fachpersonen berieten die Mitarbeitenden in Ergonomiefragen.
  • In einzelnen Teams wurde ein Morgenturnen eingeführt.
  • Die Nutzung von Verleih-Velos (nextbike) ist nun für die Mitarbeitenden des Tiefbauamtes kostenlos.
  • Alle Führungskräfte wurden zu Führungsthemen geschult.

Die zweite Gesundheitsanalyse Ende 2014 belegte, dass in vielen Themen, in denen Handlungsbedarf bestanden hatte und Massnahmen umgesetzt worden waren, eine Verbesserung erzielt wurde. Lediglich eine Senkung der Absenzzahlen wurde nicht in allen Bereichen erreicht. Das Projekt „zäme gsond onderwägs“ war insgesamt sehr erfolgreich. Es ist gelungen, massgeschneiderte, niederschwellige und praxisbezogene Massnahmen umzusetzen, die mit wenig Aufwand einen beachtlichen Wirkungs- und Nachhaltigkeitsgrad erreichten.

pd/zim