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LUZERN: Stadt Luzern schliesst Kindergärten

Weil die Kinder fehlen, werden demnächst drei Abteilungen geschlossen. Künftig dürften die Zahlen aber wieder steigen.
Der Stichtag für den Eintritt in den obligatorischen Kindergarten soll vom 1. November auf den 31. Juli verschoben werden. (Symbolbild Neue LZ)

Der Stichtag für den Eintritt in den obligatorischen Kindergarten soll vom 1. November auf den 31. Juli verschoben werden. (Symbolbild Neue LZ)

Gestern informierten die Volksschulen der Stadt Luzern über Neuerungen für das Schuljahr 2017/18. Aufhorchen lässt die geplante Schliessung dreier Kindergarten-Abteilungen. Betroffen sind die drei folgenden Stand­orte: Maihofstrasse 44, Udel­boden 2 und Sentihof.

«Schon die letzten zwei bis drei Jahre führte man in den betroffenen Quartieren Gruppen mit Unterbeständen», erklärt Vreni Völkle, Rektorin der Volksschulen der Stadt Luzern. «Für das kommende Schuljahr sind die Anmeldezahlen für den Schul­eintritt nochmals gesunken, deshalb musste man sich zu einer vorübergehenden Schliessung entscheiden.»

Schulwege werden um maximal 15 Minuten länger

Die städtische Volksschule will die betroffenen Räume jedoch behalten, da die Prognosen für die kommenden Jahre tendenziell einen Zuwachs an Kindern in der Stadt Luzern voraus­sagen. Für die leerstehenden Räume sind folgende Zwischennutzungen vorgesehen: Ausbau des Mittagstischs im Maihof, Renovation im Sentihof 2 und die Nutzung als zweiter Gruppenraum im Udelboden 2.

Man habe für alle Betroffenen verträgliche Lösungen gesucht. Die Kinder im Udelboden erfahren keine Änderung ihres Schulweges, da am selben Standort zwei Kindergärten zur Verfügung stehen und lediglich eine Abteilung geschlossen wird. Im Maihof muss die mit einer Ampel gesicherte Strasse zum Maihofschulhaus überquert und damit ein um wenige Meter verlängter Weg zurückgelegt werden.

Die Schliessung des Sentihof-Kindergartens hat die grössten Auswirkungen. Sie verlängert den Schulweg um bis zu 15 Minuten zum St.-Karli-Schulhaus. «Dort besteht eine Sicherheitsthematik, da die Kinder die St.-Karli-Brücke überqueren müssen», sagt Völk­le. Dies bereite ihr und der dor­tigen Schulleitung Sorgen. «Die Kinder müssen am Anfang des Schuljahres durch die Eltern begleitet werden. Die betreffende Schulleitung bietet gerne Hilfestellung, falls die Organisation Schwierigkeiten bereitet.»

Die Gruppengrössen würden sich durch die Änderungen nach wie vor innerhalb der gesetz­lichen Normen bewegen. Sie wird nächstes Schuljahr durchschnittlich 18 Kinder betragen. Eine Gruppe werde um maximal drei Kinder vergrössert. Die zuge­lassene Maximalgrösse liegt bei 24 Kindern.

Bei der Planung des Schul­eintritts im Rahmen des ersten Kindergartenjahres sei immer wieder mit Schwankungen zu rechnen, so Völkle. Zwar ist bekannt, wie viele Kinder in einem Quartier wohnen. Doch nicht alle besuchen das erste freiwillige Kindergartenjahr. Wenn die Kinder einmal ins Schulsystem eingetreten sind, können die Prognosen für die Folgeklassen ein­facher gemacht werden.

Keine Entlassungen von Lehrpersonen

Mit den betroffenen drei Lehrpersonen habe man einvernehmliche Lösungen gefunden, so Völk­le. Gerade im Hinblick auf die kommenden Jahre wollte man keine Lehrpersonen entlassen, um die bereits erwähnte prognostizierte Zunahme der Kinderzahlen mit erfahrenem Personal aufzufangen.

Isabelle Jost

stadt@luzernerzeitung.ch

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