LUZERN: Stadt Luzern toleriert langen Samstag

Das Buchhaus Stocker hat am Samstag bis 17 Uhr offen. Pikant: Die Anpassung erfolgte eigenmächtig. Die Stadt lässt Kulanz walten – vorerst.

Dave Schläpfer
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Der Eingang des Buchhauses Stocker an der Hertensteinstrasse. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Der Eingang des Buchhauses Stocker an der Hertensteinstrasse. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Gerade einmal elf Tage geht es noch: Dann stimmt das Luzerner Stimmvolk auf kantonaler Ebene über die Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten ab – zum zweiten Mal innert Jahresfrist. Bei der Debatte wird erneut mit harten Bandagen gekämpft. Für das an der Hertensteinstrasse in der Luzerner Altstadt gelegene Buchhaus Stocker scheint der Ausgang schon seit einiger Zeit – mutmasslich fast einem halben Jahr – klar: So schliesst die laut eigenen Angaben «grösste Buchhandlung der Zentralschweiz» samstags statt regulär um 16 Uhr erst um 17 Uhr ihre Türen. Dies hat am letzten Samstag ein Augenschein vor Ort bestätigt.

Unternehmen rechtfertigt sich

Für die verlängerten Öffnungszeiten wurde weder – wie von Gesetzes wegen zwingend – ein Gesuch gestellt noch liegt eine Bewilligung vor. Simone Lüthy, Verwaltungsrats-Vizepräsidentin der in Solothurn domizilierten Lüthy + Stocker AG, sagt: «Wir haben gesehen, dass Ausnahmen gesetzlich möglich sind und wollten ausprobieren, ob sich das bewährt. Wir hatten bestimmt nicht Illegales im Sinn.» Man betrachte sich als touristisch ausgerichtetes Unternehmen und wolle nun eine Legalisierung des Zustands anstreben. Bei der Stadt lässt man Gnade walten: Gefordert wird die möglichst baldige Einreichung eines entsprechenden Gesuches, das dann geprüft werde. Daniel Deicher, interimistischer Leiter der städtischen Dienstabteilung Stadtraum und Veranstaltungen: «Bis der Entscheid gefallen ist, werden wir die verlängerten Öffnungszeiten bis 17 Uhr ausnahmsweise tolerieren.»

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen LZ und im E-Paper.