LUZERN: Stadt Luzern will Sitzbänke wegsparen

Ab dem Jahr 2015 werden Sitzbänke in der Stadt Luzern nicht mehr ersetzt, sondern abmontiert. So spart die Stadt 80'000 Franken.

Benno Mattli
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Bald schon ein Bild der Vergangenheit: Bänke in der Stadt Luzern (im Bild eine Bank in Brunnen): Gehen sie kaputt, werden sie künftig nicht mehr ersetzt. (Archivbild Neue LZ)

Bald schon ein Bild der Vergangenheit: Bänke in der Stadt Luzern (im Bild eine Bank in Brunnen): Gehen sie kaputt, werden sie künftig nicht mehr ersetzt. (Archivbild Neue LZ)

Es ist eine Massnahme im Rahmen des 4-Millionen-Sparpakets, welches das Stadtparlament am 16. Mai verabschiedet hat: «Im Sinne einer Standardreduktion», so der Stadtrat, werden die rund 1200 Sitzbänke in der Stadt Luzern ab 2015 «nicht mehr gereinigt, gemalt, ersetzt und saniert, sondern kaputte Bänke lediglich entfernt.» So könnten pro Jahr rund 80'000 Franken eingespart werden.

Heisst das, dass Sitzbänke auch an stark frequentierten Orten wie dem Schweizerhof- und dem Nationalquai sowie am Rotsee verschwinden werden? Stadtgärtner Thomas Schmid antwortet auf diese Frage vielsagend: «Das wissen wir noch nicht.»

Stadtrat hat «keine Freude»

Stadtrat Adrian Borgula (Grüne) sagt auf Anfrage unserer Zeitung: «Wir vom Stadtrat haben keine Freude an dieser Massnahme. Aber im 4-Millionen-Sparpaket gibt es keine einzige Massnahme, die man nicht spüren wird. Denn: Wir können nicht den Aufwand reduzieren und gleichzeitig alle Leistungen beibehalten.»

Die Umsetzung dieser Sparmassnahme liegt übrigens einzig und allein in der Kompetenz des Stadtrates – wie dies bei 13 von insgesamt 15 Massnahmen im Rahmen des Sparpakets der Fall ist. Das Stadtparlament war darüber informiert, Direktbetroffene wie Quartiervereine oder Hoteliers hingegen nicht (siehe Kasten).

Direktbetroffene nicht informiert

Der Luzerner Stadtrat hat Direktbetroffene wie Luzern Tourismus, Pro Senectute, Betagtenzentren oder Quartiervereine «noch nicht spezifisch darüber informiert», dass alte und kaputte Sitzbänke ab dem Jahr 2015 nicht mehr ersetzt, sondern abmontiert werden. Dies erklärt auf Anfrage unserer Zeitung Adrian Borgula (Grüne). Er begründet dies damit, «dass wie bei den Grünflächen und Spielplätzen die Umsetzung noch nicht klar definiert ist». Das Stadtparlament hingegen sei detailliert informiert worden – im Bericht und Antrag zur Gesamtstrategie 2013.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen LZ und im E-Paper.