LUZERN: Stadt misst jetzt mit einem blauen «Beizen-Lineal»

Blaue Striche auf Trottoirs, Plätzen und in den Gassen Luzerns: Die Stadt­verwaltung hat die Grenzen der Freiluft-Gastrokultur neu präzis markiert.

Jérôme Martinu
Drucken
Teilen
Bis hier und nicht weiter: Beim Cafe Alfred In der Luzerner Neustadt zeigen diese blaue Markierung die Grenzen der Bestuhlung. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Bis hier und nicht weiter: Beim Cafe Alfred In der Luzerner Neustadt zeigen diese blaue Markierung die Grenzen der Bestuhlung. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Es ist kein Geheimnis. Die Luzerner und Luzern-Besucher geniessen ihren Kafi, ihr Bier oder Halbeli gerne draussen, mit Blick auf die malerische Stadt. Es ist auch kein Geheimnis, dass die Tische und Stühle vor den Restaurants und Cafés hin und wieder ein Zankapfel sind. Etwa dann, wenn Trottoir oder Durchgang etwas gar üppig mit Beizenmobiliar überstellt werden. Doch seit diesem Jahr ist Schluss mit «Wild-Gastromöblierung»: Die Stadt hat in akurater Massarbeit mit blauer Farbe die Grenzen präzis markiert. Sie zeigen, wo Tische und Stühle stehen dürfen und wo nicht.

Hier dürfen Stühle stehen

Ob in Neu-, Klein- oder Altstadt, ob auf Trottoirs, Plätzen oder in den Gassen: Restaurants, Cafés, Bars und Lokale, die auch draussen, auf öffentlichem Grund Gäste bewirten, sind mit dem blauen «Beizen-Lineal» vermessen worden. Wetterfest markiert sind jeweils die Eckpunkte des Freiluftbereichs, dort wo Stühle, Tische oder Pflanzentöpfe stehen dürfen.

Metallene Bodennägel als Markierungen gibts zwar schon seit mehreren Jahren, sie sind aber nicht wirklich gut sichtbar. Ziel der jüngsten Farboffensive ist denn auch: «Die definierten Zonen sollen für die Gastrobetreiber besser sichtbar sein», sagt auf Anfrage Stefan Geisseler, Bereichsleiter der Abteilung Stadtraum und Veranstaltungen.