LUZERN: «Stadt trägt die Verantwortung»

Auf dem Strassenstrich sind Beraterinnen bedroht worden. Nun macht ein ehemaliger Polizeikommandant Vorschläge, wie die Sicherheit verbessert werden könnte.

Lena Berger
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Der Strassenstrich im Ibach. (Archivbild Dominik Wunderli / Neue LZ)

Der Strassenstrich im Ibach. (Archivbild Dominik Wunderli / Neue LZ)

Nach den Drohungen ist der Beratungscontainer im Ibach temporär geschlossen worden. Jörg Stocker, der während acht Jahren Kommandant der Kantonspolizei Luzern war, ist Beirat des Vereins Lisa und unterstützt diesen ideell. Dass die Mitarbeiterinnen bedroht wurden, hat ihn nicht überrascht. «In diesem Milieu gibt es immer Leute, die mitverdienen und die Organisationsstrukturen aufrecht erhalten wollen. Kontrollen jeglicher Art werden nicht geschätzt. Das dürfte der Hintergrund der Aggression sein», vermutet Stocker.

Stocker sieht drei Anhaltspunkte, um die Sicherheit zu verbessern. So könnte etwa ein Alarmknopf installiert werden, der garantiert, dass die Beraterinnen im Notfall schnell Hilfe bekommen. Zudem könne eine Kameraüberwachung am Container Sinn machen. Weiter schlägt Stocker eine minimale Ausbildung in Selbstverteidigung vor. Betreffend Finanzierung dieser Massnahmen sieht Stocker die Stadt Luzern in der Pflicht.
 

 

Der Strassenstrich im Gebiet Ibach. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Der Strassenstrich im Gebiet Ibach. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)