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LUZERN: Stadt verärgert Familiengärtner

Tiefe Zäune, kein Kunstdünger, keine Thujas: Die Stadt macht den Luzerner Familiengärtnern ab 2015 strengere Auflagen.
Lena Berger
Blick auf Luzerner Familiengärten. Hier jene auf dem Areal Sedel-West. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Blick auf Luzerner Familiengärten. Hier jene auf dem Areal Sedel-West. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Viele Luzerner Familiengärtner sind sauer. Die Stadt will ihnen künftig teilweise bis ins Detail vorschreiben, wie sie ihre Gärten zu bestellen haben. Dies zeigt der Entwurf einer neuen Verordnung über die Benutzung der Familiengärten (FGO), der unserer Zeitung vorliegt. Unter anderem ist Folgendes vorgesehen:

  • Die Bewirtschaftung soll sich an den Grundsätzen des biologischen Gartenbaus orientieren. Die Verwendung von Kunstdünger und Unkrautvertilgungsmittel sind untersagt.
  • Das Pflanzen von «standortfremden» Pflanzen wie Thuja und Bambus ist verboten.
  • Zäune dürfen nicht höher als 1,20 Meter sein, die Areale müssen von aussen einsehbar bleiben.
  • Wechselt eine Parzelle den Besitzer, darf die Entschädigung dafür 5000 Franken nicht überschreiten.

«Saubere Regeleung»

Die Verordnung soll ab 2015 die bisherigen Garten- und Baureglemente der Familiengärtnervereine ersetzen. Aus Sicht der Stadt bietet sie klare Vorteile: «Bislang hatte jeder der drei Vereine auf Stadtgebiet eigene Regeln. Jetzt werden die Bauauflagen, die gestalterischen Grundsätze und die Nutzung rechtlich sauber und einheitlich geregelt», erklärt Stefan Herfort, Projektleiter bei der Stadt Luzern.

Beim Familiengärtnerverein Luzern (FGVL), kommt die Verordnung aber nicht gut an. «Ich schätze, dass 75 Prozent der Luzerner Familiengärtner ziemlich verärgert sind über die Verordnung, die uns der Stadtrat aufs Auge drückt», sagt Präsident Fredy Doser. Ein besonderer Dorn im Auge ist den Familiengärtnern die Entschädigungsbeschränkung auf 5000 Franken bei einem Parzellenwechsel. Weiter stösst ihnen sauer auf, dass sie ihre Parzellen nicht mehr mit Zäunen vor neugierigen Blicken schützen dürfen.

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