LUZERN: Stadt will mehr Gelder von den Gemeinden

Eine Studie zeigt: Die Stadt gibt in der Verwaltung und bei der Kultur pro Einwohner massiv mehr Gelder aus, als die anderen Gemeinden. Nun kritisiert Stefan Roth den kantonalen Finanzausgleich. Dieser funktioniere nur ungenügend.

Christian Hodel
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Stadtpräsident Stefan Roth am Montag auf der KKL-Terrasse. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Stadtpräsident Stefan Roth am Montag auf der KKL-Terrasse. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Die Stadt Luzern trägt 40 Prozent mehr finanzielle Lasten als die übrigen Gemeinden im Kanton. Dies hat jüngst eine Studie des Bundesamtes für Raumentwicklung gezeigt. Stefan Roth, Luzerner Stadtpräsident, fordert nun, dass die Stadt mehr Gelder aus dem Finanzausgleich der Gemeinden abbekommt. Dieser ist seit 2002 in Kraft und soll unter anderem laut Angaben des Amtes für Gemeinden «den Ausgleich der finanziellen Leistungsfähigkeit der Gemeinden» sicherstellen.

«Zentrumslasten zu wenig abgegolten»

«Aus Sicht der Stadt funktioniert der Finanzausgleich nur ungenügend», sagt Roth. Zentrumslasten würden nachweislich «nicht ausreichend abgegolten.» So würden sich die sich einige der umliegenden Gemeinden etwa nicht mehr am Regionalen Eiszentrum beteiligen, obwohl viele Auswärtige die Infrastruktur nutzen. Bleibe dies auch künftig so, müsse im konkreten Fall über eine Einwohnerbevorzugung bei den Eintrittspreisen nachgedacht werden.