LUZERN: Stadt will Spielplätze einsparen

Eine geheime Liste der Stadt zeigt: Bis ins Jahr 2020 sollen acht Spielplätze geschlossen werden. Pikant: Noch vor einem Jahr bestritt dies der Stadtrat.

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Der Spielplatz Bruchmatttobel ist einer von acht, die geschlossen werden sollen. Im Bild: Salvina Knobel, hellgrüne Hose (7), Julius (blau-weiss gestreiftes Shirt) und Deborah Knobel, gelbes Röckli (3) toben sich mit ihren Gspändlis auf dem Spielplatz aus. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Der Spielplatz Bruchmatttobel ist einer von acht, die geschlossen werden sollen. Im Bild: Salvina Knobel, hellgrüne Hose (7), Julius (blau-weiss gestreiftes Shirt) und Deborah Knobel, gelbes Röckli (3) toben sich mit ihren Gspändlis auf dem Spielplatz aus. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

«Eine Schliessung von Spielplätzen ist bis heute nicht vorgesehen.» So lautete im Mai 2012 die Antwort des Stadtrates auf ein Postulat des Kinderparlaments. Jetzt, ein Jahr und ein 4-Millionen-Sparpaket später, ist alles anders. Recherchen unserer Zeitung zeigen: Die Stadtgärtnerei arbeitet an derzeit einem Bericht und Antrag, der aufzeigt, wie die Sparvorgabe von 300 000 Franken umgesetzt werden soll. Er zeigt: Bis ins Jahr 2020 sollen acht von 55 Spielplätze verschwinden.

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Stadt setzt Prioritäten

Als erstes muss noch dieses Jahr der Spielplatz Sternegg dran glauben. Nächstes Jahr sollen dann der Spielplatz Bruchmatttobel an der Berglistrasse und das Rasenspielfeld Staffelntäli in Reussbühl folgen. 2018 werden die Spielplätze Steinengärtli an der Zürichstrasse und Lindengarten an der Obergrundstrasse geschlossen. Im Maihofquartier müssen ein Jahr darauf die Spielplätze Gopplismoos und Fluhgrund weichen. Der Spielplatz Rebhalde soll 2020 als vorerst letzter aufgehoben werden.

Thomas Schmid, Leiter der Stadtgärtnerei, bestätigt, dass die Zahl der Spielplätze reduziert werden soll. «Wir müssen den Sparauftrag umsetzen – und deshalb Abstriche machen, Prioritäten setzen und den Standard reduzieren», erklärt er.

Lena Berger

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