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LUZERN: Stadt will vermehrt lokale Wärmequellen nutzen

Die Stadt Luzern will mit dem überarbeiteten Richtplan Energie vermehrt standortgebundene Abwärme und erneuerbare Energie nutzen. Der neue Richtplan ersetzt jenen aus dem Jahr 2002, in dem der Stadtteil Littau noch nicht berücksichtigt worden war.
Gemäss neuem Richtplan soll Holz vermehrt als lokale nachhaltige Wärmequelle genutzt werden. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Gemäss neuem Richtplan soll Holz vermehrt als lokale nachhaltige Wärmequelle genutzt werden. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Hauptziel des Richtplans sei es, Wärmeangebot und -nachfrage räumlich zu koordinieren, heisst es in der am Montag veröffentlichten Botschaft zum überarbeiteten Richtplan Energie. Die Grundsätze der kantonalen Energiepolitik und die Ziele der städtischen Energie- und Klimastrategie würden so räumlich konkretisiert.

Mit der Umsetzung der im Richtplan vorgesehenen Massnahmen will die Stadt den anteilsmässig «sehr hohen» Verbrauch an fossilen Brennstoffen sowie den damit verbundenen Ausstoss an Treibhausgasen erheblich reduzieren.

Die Nutzung lokaler Wärmequellen stärkten die lokale Wertschöpfung und mindere den Abfluss finanzieller Mittel ins Ausland, hält der Stadtrat fest. Als lokale nachhaltige Wärmequellen nennt die Stadt das Seewasser, die Abwärme oder Holz.

100 Millionen Franken ins Ausland

Heute basiert die Wärmeversorgung der Stadt Luzern zu 87 Prozent auf fossilen Energieträgern, die vom Ausland importiert werden müssen. Laut Stadt fliessen so jährlich über 100 Millionen Franken ins Ausland. Dank der Nutzung lokaler nachhaltiger Wärmequellen wie Abwärme, Seewasser, Erdwärme, Holz und Sonne und dank der Umsetzung von Effizienz-massnahmen wird die regionale Wirtschaft gestärkt und der Abfluss finanzieller Mittel reduziert.

Der Richtplan deckt die Zeit bis 2035 ab. Er besteht aus drei Teilen: Einem ausführlichen Grundlagebericht, dem eigentlichen Richtplantext mit den Massnahmenblättern und der Richtplankarte. Die Themen Elektrizität und Mobilität sind nicht Bestandteil des Richtplans Energie.

Der erste kommunale Richtplan Energie aus dem Jahr 2002 galt für die «alte» Stadt Luzern. Damals gehörte der Stadtteil Littau noch nicht zu Luzern. Aufgrund neuer Erkenntnisse, neuer Prioritätensetzungen bei den Energieträgern und neuer Technologien habe dieser an Aktualität verloren, heisst es. Er wurde deshalb umfassend überarbeitet und auf das ganze Stadtgebiet ausgedehnt.

sda/zim

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