LUZERN: Stadt zahlt Politikern falsche Beiträge aus

Eineinhalb Jahre lang haben Parlamentarier zu viel oder zu wenig Entschädigungsbeiträge erhalten. Grund ist ein Fehler bei der Stadtverwaltung.

Stefan Roschi
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Fehlende Entschädigungsbeiträge werden noch diesen Monat bezahlt. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Fehlende Entschädigungsbeiträge werden noch diesen Monat bezahlt. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Wegen einer falschen Formel in einer Excel-Tabelle haben mehrere Luzerner Grossstadträte seit Sommer 2012 viel zu hohe oder viel zu tiefe Entschädigungszahlungen erhalten. Stadtschreiber Toni Göpfert bestätigt das Malheur auf Anfrage unserer Zeitung. 14 Personen seien betroffen. Zwei von ihnen sitzen inzwischen nicht mehr im Parlament.

Passiert ist der Fehler bei den Entschädigungsgeldern, welche halbjährlich an Präsidenten einer Kommission oder einer Fraktion gehen. Konkret gabs für einen Fraktionspräsident in den letzten eineinhalb Jahren 3520 Franken Entschädigung – sofern er in der ganzen Zeit das Amt ausgeführt hat. Zugestanden hätte ihm aber in dieser Auszahlungsperiode von 16 Monaten nur ein Betrag von 707 Franken. Genau umgekehrt verhält es sich mit den Kommissionspräsidenten. Sie erhielten jeweils zu wenig Geld auf ihr Konto.

Der Fehler kann laut Stadt relativ einfach behoben werden. «Wir werden allen, die zu wenig Geld erhalten haben, den fehlenden Betrag noch diesen Monat nachzahlen.» Den Fraktionschefs wiederum, die zu viel erhalten haben, wird der Betrag bei der nächsten Auszahlung im Sommer abgezogen.