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LUZERN: Stadtrat: Drei SVP-Männer wollen es wissen

Die CVP will den vakanten Stadtrats-Sitz von Stefan Roth mit einer Frau besetzen. Doch kampflos dürfte dies nicht gelingen: Nun bringen sich auch SVP-Kandidaten in Stellung.
Robert Knobel
Diese Männer wollen in den Stadtrat (v.l.n.r.): Thomas Schärli, Peter With und Urs Zimmermann. (Bild: pd)

Diese Männer wollen in den Stadtrat (v.l.n.r.): Thomas Schärli, Peter With und Urs Zimmermann. (Bild: pd)

Am Donnerstagabend entscheidet die CVP, mit wem sie ins Rennen um die Nachfolge von Stadtrat und Finanzdirektor Stefan Roth geht. Zur Auswahl stehen vier Frauen – Franziska Bitzi, Mirjam Fries, Pia Maria Brugger und Caroline Kuhn. Wer immer von der CVP auf den Schild gehoben wird – sie wird wohl Konkurrenz von links oder rechts erhalten. Die SP hat schon früher bekannt gegeben, dass sie mit drei Bewerbern für eine mögliche Kandidatur Gespräche führt. Auch die SVP hat Interesse signalisiert, bisher aber ohne Namen zu nennen.

Rückzug in letzter Minute

Nun zeigen Recherchen unserer Zeitung, dass es bei der SVP drei konkrete Interessenten gibt, die gerne die Nachfolge von Stefan Roth antreten möchten. Einer davon ist Kantonsrat Thomas Schärli. Seine Bewerbung wird parteiintern für Diskussionen sorgen – und dies nicht zum ersten Mal. Der ehrgeizige 36-Jährige wollte nämlich schon diesen Frühling für den Stadtrat kandidieren und mobilisierte dafür zahlreiche Anhänger für die Nominationsversammlung. Doch an der Versammlung gab Schärli seinen Rückzug bekannt, um Parteipräsident Peter With den Vortritt zu lassen.

Seit 2011 im Kantonsrat

Doch mit dem überraschenden Rücktritt von Stefan Roth wittert Thomas Schärli nun eine neue Chance. «Für mich war immer klar, dass ich einmal für den Stadtrat kandidieren will», sagt Schärli, der seit 2011 im Kantonsrat sitzt. Diesmal will Thomas Schärli die Sache denn auch durchziehen und die Parteimitglieder entscheiden lassen, ob sie ihn zum Kandidaten ernennen wollen.

Den definitiven Entscheid, ob die SVP überhaupt zur Ersatzwahl antreten will, fällt die Partei nächste Woche. Für Thomas Schärli ist jedenfalls klar, dass die SVP nicht auf eine Kandidatur verzichten soll. «Wir haben genauso Anspruch auf den Sitz wie die CVP.»

Ebenfalls interessiert, für die SVP in den Ring zu steigen, sind gemäss zuverlässigen Quellen Parteipräsident Peter With und Grossstadtrat Urs Zimmermann. Beide waren am Mittwoch nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Peter With kandidierte bereits diesen Frühling als Herausforderer von Baudirektorin Manuela Jost (GLP). Doch seine Kandidatur misslang deutlich – die SVP bleibt im Stadtrat weiterhin aussen vor. Für Peter With wäre eine erneute Kandidatur nicht ohne Risiko. Scheitert er ein zweites Mal, würde eine dritte Kandidatur bei den nächsten regulären Wahlen 2020 wohl unrealistisch. Für den 35-jährigen Urs Zimmermann hingegen wäre die Roth-Ersatzwahl einfach eine erste gute Gelegenheit, sich als möglicher Stadtrat langfristig ins Gespräch zu bringen.

Auch bei der SP steht noch nicht definitiv fest, ob man den CVP-Sitz wirklich angreifen will. Gemessen an der Anzahl Sitze im Parlament hätte die SP aber genauso Anrecht auf einen zweiten Sitz wie CVP und SVP auf den ersten. Die SP will ebenfalls die CVP-Nomination von Donnerstagabend abwarten, um dann definitiv über eine Kandidatur zu entscheiden. Konkret Interesse an einer Kandidatur haben die SP-Kantonsrätin Ylfete Fanaj sowie die SP-Grossstadträte ­Daniel Furrer und Judith Dörf­linger.

Die Wahlvorschläge für die Roth-Ersatzwahl müssen bis am 26. September eingereicht werden. Die Stadt hatte die Eingabefrist auf Wunsch der Parteien um eine Woche nach hinten verschoben. Die Ersatzwahl für Stefan Roth findet am 27. November statt.

Robert Knobel

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