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LUZERN: Stangenwald auf dem Kapellplatz trotzt Sturm und Fasnacht

Das Baugerüst um die Peterskapelle beansprucht viel Raum. Kommende Woche wird es zwar kleiner, bleibt über die Fasnacht aber stehen.
Impressionen vom Baugerüst rund um die zu renovierende Peterskapelle am Kapellplatz. (Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 19.01.2018))

Impressionen vom Baugerüst rund um die zu renovierende Peterskapelle am Kapellplatz. (Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 19.01.2018))

Seit Ende des vergangenen Jahres ist die Peterskapelle zwischen Kapellplatz und Kapellbrücke von einem mächtigen Baugerüst umstellt. Für rund 4,5 Millionen Franken wird das mittelalterliche Gotteshaus totalrenoviert. Das historisch bedeutsame Kirchengebäude soll danach breiter genutzt werden (siehe Box). Die letzte umfassende Renovation geht auf das Jahr 1965 zurück.

Aufgefallen sind die aktuellen Instandsetzungsarbeiten, die eng von der Denkmalpflege begleitet werden, bislang vor allem optisch. Bis vor kurzer Zeit war nur noch ein Teil des Kirchturms sichtbar, der Rest verbarg sich hinter Plastikplanen und einem Notdach, das die Arbeiten am Holzdach und den geöffneten Kirchraum vor dem Wetter schützte.

Ein arrangiertes Chaos

Wohl noch auffälliger als die kürzlich entfernte Plastikhülle und das grosse rote Banner mit dem Schriftzug «Pflege? Denk mal!», präsentiert sich das Baugerüst selbst. Auf den ersten Blick wirken die dicht ineinander verbauten Metallstangen wie ein arrangiertes Chaos.

Erst bei genauerem Hinsehen offenbart sich dem Betrachter die komplexe Konstruktion, die auf beiden Seiten der Kapelle weit in den Platz hineinreicht. Rund fünf Meter breit ist das Gerüst am Boden, dazu kommen die Auskragungen, die weiter oben in den Kapell- und den Rosengart-Platz hineinragen.

«Technisch war das eine echte Herausforderung», betont Matthias Zeder, der zuständige Projektleiter der Gerüstbaufirma Lawil. Das grossflächige Notdach und die Plastikhülle böten dem Wind viel Angriffsfläche, was bei der Konstruktion des Baugerüstes speziell zu berücksichtigen gewesen sei.

Eine heikle Angelegenheit

Rund 20 Meter ragt das Baugerüst in die Höhe. Etwa in der Hälfte ist das Gerüst fest mit der Längsfassade der Kapelle verbunden. «Was bei der Metallkonstruktion für zusätzliche Stabilität sorgt, hätte im Ernstfall aber die Kirche zum Einsturz bringen können», erklärt Zeder. Berechnungen des Statikers hätten gezeigt, dass bei extrem starken Winden der Druck auf die Seitenwände der Kapelle zu stark geworden wäre. «Deshalb mussten wir das Gerüst mit weiteren Stangen zusätzlich verstärken.» Die komplexe Konstruktion, die vom Gerüst weg in den Raum über dem Platz hineinragt, leitet die Kräfte von der Längsfassade auf die anderen Wände und den Turm um.

Etwa 80 Tonnen wiegt das Gerüst insgesamt, wie Zeder schätzt. Vier Wochen lang habe der Aufbau in Zusammenarbeit mit einem Statiker gedauert. Das sei auf dem vielbesuchten Kapellplatz recht anspruchsvoll gewesen. «Eine gute Vorbereitung war das A und O», so Zeder.

Der ganze Aufwand hat sich gelohnt: Von Sturmschäden sei man in den vergangenen Tagen verschont geblieben, betont Gerüstbaufachmann Matthias Zeder. Weder «Burglind» noch «Evi» hätten dem Gerüst und der Kirche zugesetzt.

Für die Fasnacht kein Problem

Den Zeitplan der Gerüstbauer haben die Winde dennoch etwas durcheinandergebracht. Anfang Woche hätte das Notdach und damit auch ein Grossteil des stützenden Gerüsts zurückgebaut werden sollen. Nun werden die Arbeiten am kommenden Montag ausgeführt. Rund eine Woche dauert es, bis das improvisierte Dach und die breite Metallkonstruktion verschwunden sein werden. Zurück bleibt laut Zeder lediglich das mit rund einem Meter Breite vergleichsweise schmale Fassadengerüst.

Dieses bleibt auch während der Fasnacht stehen. Laut der Bauherrschaft ist das kein Problem. Das verbliebene Fassadengerüst werde mit Holzwänden versehen und dadurch «fasnachtssicher» gemacht, erklärt Matthias Blumer, Projektleiter des verantwortlichen Architekturbüros Durrer aus Luzern. So könne niemand am Gerüst hinaufklettern. Die Renovationsarbeiten selbst würden während der Fasnacht ganz eingestellt. Der Kapellplatz und auch der Rosengart-Platz gehören dann also wie gewohnt wieder den Fasnächtlern.

David von Moos

david.vonmoos@luzernerzeitung.ch

Impressionen vom Baugerüst rund um die zu renovierende Peterskapelle am Kapellplatz. (Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 19. Januar 2018))

Impressionen vom Baugerüst rund um die zu renovierende Peterskapelle am Kapellplatz. (Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 19. Januar 2018))

Impressionen vom Baugerüst rund um die zu renovierende Peterskapelle am Kapellplatz. (Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 19. Januar 2018))

Impressionen vom Baugerüst rund um die zu renovierende Peterskapelle am Kapellplatz. (Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 19. Januar 2018))

Impressionen vom Baugerüst rund um die zu renovierende Peterskapelle am Kapellplatz. (Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 19. Januar 2018))

Impressionen vom Baugerüst rund um die zu renovierende Peterskapelle am Kapellplatz. (Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 19. Januar 2018))

Impressionen vom Baugerüst rund um die zu renovierende Peterskapelle am Kapellplatz. (Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 19. Januar 2018))

Impressionen vom Baugerüst rund um die zu renovierende Peterskapelle am Kapellplatz. (Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 19. Januar 2018))

Impressionen vom Baugerüst rund um die zu renovierende Peterskapelle am Kapellplatz. (Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 19.01.2018))

Impressionen vom Baugerüst rund um die zu renovierende Peterskapelle am Kapellplatz. (Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 19.01.2018))

Impressionen vom Baugerüst rund um die zu renovierende Peterskapelle am Kapellplatz. (Bild: Robert Bachmann (Luzern, Dezember 2017))

Impressionen vom Baugerüst rund um die zu renovierende Peterskapelle am Kapellplatz. (Bild: Robert Bachmann (Luzern, Dezember 2017))

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